Embedded Grafik Grafische Oberflächen für Datenmodelle

Zu den Aufgaben elektronischer Systeme in der indus-triellen Automatisierungstechnik gehört häufig auch die Anzeige von gemessenen oder sonstwie erfassten Daten. Dabei kommt es besonders darauf an, Datensätze in einer schnell verständlichen Form darzustellen, damit das Bedienpersonal etwaige sicherheits- oder produktionskritische Abweichungen schnell erkennen kann. Visualisierung für Embedded Systeme ist also durchaus eine wichtige Disziplin.

Nun liegt das Hauptaugenmerk der Entwickler eingebetteter Systeme zumeist auf der eigentlichen Funktion; Benutzeroberflächen und Datenvisualisierung besitzen kaum oberste Priorität. Eine nach eigenen Angaben effiziente Methode der Entwicklung von Embedded-Grafiklösungen hat nun Xisys vorgestellt. Die Verbindung von Visualisierung mit so genannten Datenmodellen für Embedded-GUIs kann dabei helfen, komplexe animierte Grafikfunktionen für schlanke Systemlösungen zu entwickeln.

Grafikobjekte werden dabei von Spezialisten, beispielsweise Grafikdesignern, gestaltet so dass aufwändiges Programmieren überflüssig werden soll. Animierte Objekte für die Darstellung und Manipulation von Prozess- und Systemdaten konfiguriert der Systementwickler nur noch unter Rückgriff auf das zugrundeliegende Datenmodell. Auch hier entfällt zeitintensives Programmieren bis zu einem gewissen Grad.

Der »GUI-Builder« als Maskengenerator wird um die Möglichkeit des Konfigurierens und Einbeziehens von Variablen aus einem Datenmodell erweitert. Daten werden durch Abfragen übernommen, in Listen verwaltet und mit Beschreibungen ihrer Eigenschaften versehen. Dadurch sind sie mit Anzeigefunktionen und -eigenschaften, Skalierungen und Laufzeitregeln verknüpfbar. Dieses Verfahren, Grafikobjekte zu gestalten, zu konfigurieren und zu verknüpfen anstatt zu programmieren, hat das Potenzial, einigen Entwicklungsaufwand einzusparen. Nun muss sich dieser Ansatz noch in der Praxis bewähren.