IoT-Konnektivität wird billiger ARM enthüllt Kigen-SoC-Plattform mit integrierter SIM

Arm kündigte mit iSim eine chipbasierte SIM-Lösung für IoT-Geräte an.

IP-Hersteller ARM hat eine neue Plattform vorgestellt, um preissensitive IoT-Geräte günstiger über Mobilfunk vernetzen zu können. Dazu sollen Mikrocontroller, Modem und SIM auf einem SoC integriert und über ein Miniatur-OS an die Cloud angebunden werden.

Arm kündigte mit iSim eine chipbasierte SIM-Lösung an, die es IoT-Geräteherstellern ermöglicht, Mobilfunkverbindungen in ihre Geräte zu integrieren. Der IP-Hersteller prognostiziert bis 2035 "eine Milliarde sicher verbundene Geräte vom Gerät bis zur Cloud" und möchte, dass die Hersteller iSim nutzen, um diese Vision zu realisieren. Arm glaubt, dass, um das "Internet" im Internet der Dinge wirklich zu ermöglichen, Mobilfunk-Konnektivität in jedes einzelne IoT-Gerät, das z.B. für Smart Grids, Landwirtschaft oder Asset-Tracking verwendet wird, integriert werden muss. Das Unternehmen geht davon aus, dass bis 2025 15% aller IoT-Geräte über eine Mobilfunkverbindung verfügen und dass die Anzahl der mit dem Mobilfunk verbundenen Geräte von dort aus weiter steigen sollte. Die zellulare Konnektivität wird durch SIM-Karten ermöglicht, und in den letzten Jahren mussten diese SIM-Karten immer kleiner werden, damit Smartphone-Hersteller in ihre Geräten größere Batterien oder andere wichtige Funktionen einbauen konnten. Daher entwickelte sich die normale SIM-Karte zu Micro-SIM, Nano-SIM und in jüngerer Zeit zu dem embedded-Kartenformat eSIM.

Googles Smartphone Pixel 2 war eines der ersten Produkte, das mit einer embedded-eSIM ausgeliefert wurde, das es den Besitzern zumindest theoretisch ermöglicht, Betreiber zu wechseln, ohne die SIM-Karte ihres Telefons austauschen zu müssen. Aber auch die eSim ist nicht klein genug für IoT-Geräte.

iSim und Kigen

Aus diesem Grund hat Arm eine noch kleinere Lösung entwickelt, die in SoCs integrierbare SIM (iSim), die auf dem Silizium-Chip eine Fläche von einem Bruchteil eines mm2 aufweist und die GSMA Embedded SIM-Spezifikationen erfüllt. Die iSim verfügt über ein eigenes Kigen OS, ein Betriebssystem mit geringem Platzbedarf, das in einer CryptoIsland Secure Enklave läuft. Diese Lösung ermöglicht die Einbettung der SIM-Identität, eines Mikrocontrollers und eines Funkmodems in das IoT-System-on-a-Chip (SoC). Durch diese integrierte Lösung können Gerätehersteller durch die Kombination der drei Komponenten Platz und Geld sparen. Arm stellt außerdem eine Kigen Remote Provisioning Server-Lösung bereit, mit der Gerätehersteller bis zu Milliarden von Geräten gleichzeitig verwalten können. Der Kigen-Server könnte mit Mobilfunknetzbetreibern (MNOs), IoT-Dienstanbietern, Modulherstellern und anderen Unternehmensdiensten integriert werden. Unternehmen können den Kigen-Server auch dazu nutzen, um Over-the-Air (OTA) -Updates für alle von ihr verwalteten IoT-Geräte bereitzustellen.

iSim als Identitätslösung

Arm betrachtet die sichere Identität als eines der wichtigsten Sicherheitsprinzipien der Platform Security Architecture, die im vergangenen Herbst für IoT-Geräte angekündigt wurde, sowie die Trusted Boot Sequence, sichere OTA-Updates und die zertifikatbasierte Authentifizierung. Wenn die Identität eines Geräts eindeutig ist und nicht gefälscht werden kann, können Unternehmen sicherer sein, dass nicht vertrauenswürdige Geräte beispielsweise keine Verbindung zu ihren Servern herstellen können. Dieses Vertrauen wird entscheidend sein, sobald Unternehmen Milliarden von IoT-Geräten verwalten. Arm sagte, dass die Einführung von iSim und der Kigen-Produktfamilie zu einer längeren Nutzungsdauer von Geräten, kostengünstigeren Geräten, höherer Skalierbarkeit für IoT-Geräte und Flexibilität bei der Bereitstellung globaler Lösungen führen wird.