Interview mit Thomas Spindler, Multi-Contact Hybride liegen voll im Trend

Thomas Spindler, Leiter Vertrieb Außendienst und Marketing bei Multi-Contact Deutschland
Thomas Spindler, Leiter Vertrieb Außendienst und Marketing bei Multi-Contact Deutschland

Im Vorfeld der Fachmesse Motek, die vom 5. bis 8. Oktober 2015 in Stuttgart stattfindet, haben wir Thomas Spindler, Leiter Vertrieb Außendienst und Marketing bei Multi-Contact in Deutschland, zu den Trends im Bereich Steckverbinder für die Automatisierung befragt.

Herr Spindler, welche bedeutenden Trends sehen Sie im Bereich der Steckverbinder derzeit?

Thomas Spindler: Die Zeiten, in denen man zwischen Hochstromsteckern, Signalsteckverbindern und Pneumatik-Kupplungen unterschied, sind vorbei. Die Industrie fordert, dass alle Verbindungsarten in einem Steckverbinder zusammenfasst werden können. Außerdem wollen die Anwender keine Kompromisse in Bezug auf Bauform und Handling eingehen und verlangen nach maßgeschneiderten Lösungen.

Was hat Ihrer Meinung nach diesen Trend ausgelöst?

In der Produktion vollzieht sich derzeit ein Wandel weg von der groß angelegten Serienproduktion hin zur flexiblen Fertigung mit sehr kleinen Stückzahlen. Dies verlangt, dass in den Fabriken öfter umgebaut wird. Die Fertigungseinrichtungen sind modular aufgebaut und lassen sich miteinander verketten. Damit die Rüstzeiten nicht zu einem Problem werden, kommt der Verbindungstechnik eine wachsende Bedeutung zu.

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Viel. Ein Steckverbinder muss in seinem Gehäuse wirklich alles beherbergen – vom Leistungskontakt über Bussteckverbinder, Signalkontakte, Thermopaare, Koax-Leitungen, Faseroptik sowie Verbindern für Flüssigkeiten und Druckluft. Steckverbinder müssen einfach und verwechslungssicher zu handhaben sein. Bei automatisierten Docking-Vorgängen wird eine sogenannte »schwimmende« Montage vorausgesetzt, sie gleicht Winkelabweichungen aus und ermöglicht Blindstecken. Die Steckverbinder müssen immun sein gegenüber Belastungen, wie Stoß und Vibration, aber auch dem Kontakt mit hydraulischen Ölen. Alles dieses sind zum Beispiel Eigenschaften des modularen Steckverbindersystems CombiTac von Multi-Contact.
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Multi-Contact auf der Motek 2015

Im Fokus des Auftritts auf der Motek steht bei Multi-Contact (Halle 5, Stand 5220) der Hybrid-Steckverbinder CombiTac.

Was wird konkret von den Steckverbindern verlangt?

Viel. Ein Steckverbinder muss in seinem Gehäuse wirklich alles beherbergen – vom Leistungskontakt über Bussteckverbinder, Signalkontakte, Thermopaare, Koax-Leitungen, Faseroptik sowie Verbindern für Flüssigkeiten und Druckluft. Steckverbinder müssen einfach und verwechslungssicher zu handhaben sein. Bei automatisierten Docking-Vorgängen wird eine sogenannte »schwimmende« Montage vorausgesetzt, sie gleicht Winkelabweichungen aus und ermöglicht Blindstecken. Die Steckverbinder müssen immun sein gegenüber Belastungen, wie Stoß und Vibration, aber auch dem Kontakt mit hydraulischen Ölen. Alles dieses sind zum Beispiel Eigenschaften des modularen Steckverbindersystems CombiTac von Multi-Contact.

Wie viele Steckzyklen muss ein Steckverbinder garantieren?

Möglichst viele natürlich. Steckverbinder sollte man nach der Montage einfach »vergessen« können. Der Ausfall einer Verbindung ist nicht zu tolerieren, denn er hätte schlimmstenfalls den Stillstand der Produktion zur Folge. CombiTac ist ausgelegt für mehr als 100.000 Steckzyklen ohne Beeinträchtigung der elektrischen Werte.

Wo geht die Reise hin bei Steckverbindern?

Steckverbinder werden kompakter und leichter. Auch wird in Zukunft mehr auf die verwendeten Materialien geachtet. Multi-Contact verzichtet bei einigen Serien bereits auf die Verwendung von Beryllium. Und Steckverbinder müssen immer höhere Datenmengen sicher übertragen können, wie beispielsweise bei Gigabit-Ethernet.

Was ist Ihr wichtiges Anliegen auf der Motek?

Wir präsentieren uns als kreativer Entwicklungs- und Produktionspartner der Industrie. Wir kooperieren mit unseren Kunden an vorderster Front und bekommen so die Impulse für die Produkte von morgen. Und durch die Produktion und den Test konfektionierter Steckverbinder und kompletter Baugruppen übernehmen wir einen großen Teil der Verantwortung für die Verbindungstechnik und somit für die Funktion einer Maschine oder Anlage.