Lapp Gruppe Durchwachsenes Ergebnis für 2014, positiver Ausblick

Andreas Lapp, Vorstandsvorsitzender der Lapp Holding, hofft nach einem durchwachsenen Geschäftsjahr 2014/2015 auf ein besser laufendes Geschäftsjahr 2015/2016.
Andreas Lapp, Vorstandsvorsitzender der Lapp Holding, hofft nach einem durchwachsenen Geschäftsjahr 2014/2015 auf ein besser laufendes Geschäftsjahr 2015/2016.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 ist der Umsatz der Lapp Gruppe von 830 auf 820 Mio. Euro gesunken. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich aber von 35,5 auf 37,1 Mio. Euro. Hauptursache dafür war nach Aussage von Andreas Lapp, Vorstandsvorsitzender der Lapp Holding, der rückgängige Kupferpreis.

Zwar habe die Lapp Gruppe ihre Marktposition weiter ausgebaut und Marktanteile hinzugewonnen, wie es aus Firmenkreisen hieß. Dennoch ist es dem Unternehmen nicht gelungen, seine Ziele zu erreichen. »Wir sind zwar besser als der Benchmark, aber wir hätten noch deutlich mehr zulegen müssen. Wir haben in den vergangenen Jahren sehr viel investiert, auf unser Ergebnis hat sich das aber nicht so ausgewirkt, wie wir erwartet und gehofft hatten«, erklärte Andreas Lapp, Vorstandsvorsitzender der Lapp Holding. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf rund 3200 Beschäftigte.

Den größten Einfluss auf die Umsatzentwicklung hatte der deutliche Rückgang des Kupferpreises, der im Jahresdurchschnitt um zehn Prozent von 583 Euro pro 100 kg auf 525 Euro pro 100 kg sank. Da der tatsächliche Preis eines Kabels immer tagesaktuell auf Basis des aktuellen Kupferkurses berechnet wird, sinken bei einem fallenden Kupferpreis automatisch die Umsätze. Hinzu kam die negative Währungsentwicklung außerhalb des Euroraums. Beide Faktoren haben zusammen zu einem Nettoumsatzverlust von fast fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr geführt. Dies bedeutet, dass der Umsatz – bereinigt um die Faktoren Kupferpreis und Währungskurs – im Vorjahresvergleich um 3,7 Prozent gestiegen ist.

Des Weiteren machte man bei Lapp die sich eintrübenden Konjunktur in wichtigen Absatzmärkten wie dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau und der Ukraine-Krise für den gesunkenen Umsatz mitverantwortlich. Positive Impulse gab es dagegen im Systemgeschäft wie zum Beispiel in der E-Mobility oder bei maßgeschneiderten Kundenlösungen. Hier sind die Umsätze überproportional gewachsen.

»Wir spüren, dass die Rahmenbedingungen weltweit schwieriger geworden sind, und konjunkturelle und politische Entwicklungen können wir nicht beeinflussen. In einem schwierigen Marktumfeld haben wir Anteile hinzugewonnen, aber klar ist auch: Wir hatten uns höhere Ziele gesetzt, und selbst ohne diese externen Einflüsse hätten wir diese nicht erreicht. Da haben wir unsere Hausaufgaben nicht richtig gemacht. Aber wir wissen, wo unsere Schwächen sind, und die werden wir jetzt gezielt angehen«, so Andreas Lapp.

Positiver Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr

Ins neue Geschäftsjahr 2014/2015 (bis 30. September 2015) sei die Lapp Gruppe nach eigener Aussage gut gestartet. Abgesehen von den Risiken und Chancen bezüglich der Entwicklung der Wechsel- und Kupferpreiskurse geht das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr von einem leichten Umsatzwachstum aus. Deutliche Impulse für Umsatzsteigerungen werden in Asien und Amerika erwartet. Für Europa erwartet das Unternehmen konjunkturell und währungsbedingt keine wesentlichen Zuwächse.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat die Lapp Gruppe ihr Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2013/2014 erneut von 26,2 auf 27 Millionen Euro gesteigert.