Hands-on embedded world 2017: Messehighlights im Praxisbericht #01

Das Raspberry Pi 3 - "Learn to Program Pack" ist nur eines der zahlreichen DevKits aus dem Farnell-Sortiment, H3/211.
Das Raspberry Pi 3 - "Learn to Program Pack" ist nur eines der zahlreichen DevKits aus dem Farnell-Sortiment, (H3/211).

Bis zum Messeauftakt am 14. März stellt das DESIGN&ELEKTRONIK Redaktionslabor sehenswerte Messehighlights der embedded world 2017 im Praxisbericht-Format vor.

Kein anderes Feld im Elektronikbereich gestaltet sich so vielfältig und lebendig wie die eingebetteten Systeme. Die naheliegenden Gründe:

  • Herstellern fällt es leicht, Komponenten ihrer Hauptprojekte für diesen Markt bereitzustellen.
  • Bei eingebetteten Systemen gibt es noch erhebliches Entwicklungspotenzial durch Miniaturisierung.
  • Gerade die fallenden Hardwarepreise und das Aufkommen der Einplatinenrechner senken die Investitionshürde zur Entwicklung einer innovativen Anwendung wesentlich.

Für den Veranstaltungszeitraum von drei Tagen platzt das Messeprogramm der embedded world 2017 aus allen Nähten: Alleine der Messeführer der DESIGN&ELEKTRONIK Ausgabe 02-2017 zählt mehr als 200 Beiträge, bestenfalls sind aber vier bewusste Standbesuche an einem Nachmittag möglich.

Hands-on embedded world 2017 soll zur Entschleunigung der Messeplanung beitragen. Täglich werden ein bis zwei Stände mit Exklusivmaterial vorgestellt, das auch auf der Messe zu sehen ist. Der Fokus liegt auf jeglicher IoT-, Sensorik- und embedded-Anwendung, die in einem Kleinleistungs-Elektroniklabor stattfinden kann.

Los geht's heute im Farnell-Universum 

Raspberry Pi ist weit über den Status eines Makerszene-Produkts hinaus gewachsen und nun, mit der großen Zahl an leicht zugänglichen Schnittstellen, ein vielfältig integrierbarer Systembaustein: Modell 3 B bietet neben 4 USB-Ports, Full HDMI, 40 GPIO-Pins, Ethernet-Port und 3,5 mm Audioklinke jetzt auch 802.11n Wireless LAN und Bluetooth 4.1 (+BLE). 

Das Learn to Program Pack aus dem Farnell-Sortiment ist vorallem für Linuxkenner und -einsteiger, die auf IoT-Anwendungen abzielen, interessant: Es beinhaltet Gehäuse, Netzteil, Raspberry Pi 3 B und eine Matlab&Simulink-Studentenlizenz.

Das Gehäuse ist sehr gut austariert: Mit vier 3M-Klebsockeln steht der Pi solide auf dem Labortisch.

Durch Monitor- und USB-Keyboard/Mausanschluß ist das Linuxsystem innerhalb von 90 Sekunden Bootzeit, mit den wichtigsten Büro- wie Programmierfähigkeiten, einsatzbereit: Im Raspbian-Betriebssystem stehen neben Wolfram-Language und Mathematica auch Java und Python mit graphischer Entwicklungsumgebung zur Verfügung. Der c-Standard kann mindestens über gcc aus dem Terminal heraus genutzt werden.

Die Schnittstellenvielfalt wirkt sich schon bei der Konfiguration positiv aus: Letztere kann auch ohne direkte HMI-Geräte, z. B. über ssh mit “Plug & Play”-Ethernet-Verbindung an Rechner oder Router, erfolgen. Der sichere Weg ist das Schreiben der Konfigurations-Dateien von einem weiteren Linuxrechner auf die SD-Karte. In Hinblick auf die IoT-Experimente der nächsten Wochen ist der Labor-Pi mit hostapd und dhcpd als WLAN-Router konfiguriert: So wird er über VNC-Service mit der gesetzten statischen IP direkt vom Notebook angesteuert.

Am Messestand H3/221 zeigt Farnell seine Dienstleistungen zur professionellen Umsetzung der Raspberry-getriebenen Innovationen und die neuesten Produkte wie das Raspberry Pi Compute Module 3 und BitScope Blade, das die Pi-Anwendungen in Richtung Server- und Clouddienste, erweitert. Außerdem ist eine Vielzahl an Development Kits, Softwareprodukten und Innovationen aus dem Wearables-Bereich ausgestellt. Auch wegen der jüngeren Gerüchte um Raspberry Pi 4 sollte der Farnellstand im Auge behalten werden.

Der Labor-Pi verbleibt zunächst als stiller Wächter am Messplatz, bis er die Kommunikation zwischen Sensoren/Messgeräten und der weiteren Peripherie in den kommenden Tagen regelt. Morgen widmen wir uns seiner Matlab-Programmierung, zur Verwaltung und Evaluation “großer” Datenmengen, was auch Thema am MathWorks-Stand sein wird. 

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