Online-Ressourcen erweitert 3D-Modelle und Tools für lau

Mit deutlich erweiterten Online-Ressourcen speziell für Entwickler reagiert RS Components auf deren veränderte Arbeitsbedingungen. So stellt der Distributor mittlerweile mehr als 30000 CAD-Modelle im 3D-Format bereit und bietet mit »DesignSpark« eine ansehnliche Online-Sammlung von Entwicklungstools inklusive kostenloser PCB-Layoutsoftware.

Entwickler kämpfen seit jeher mit knappen Zeitbudgets und engen Entwicklungsvorgaben, doch nun schrumpfen auch noch die Entwicklungsteams, die Preise für gute Tools steigen ständig und das Internet ist Segen und Fluch zugleich mit seiner verwirrenden Vielfalt von Produkt- und Herstelleroptionen. Als Folge suchen Entwickler nach mehr Unterstützung seitens der Lieferanten und Hersteller ihres Vertrauens, um den eigenen Job weiterhin gut im Griff behalten zu können.

Während sich das klassische De-signflow-Modell mit den sieben Stufen vom Konzept über die Auswahl und Evaluierung, das Leiterplatten- und Mechanikdesign bis hin zum Prototypenbau und der Serienfertigung kaum verändert, werden die Bedürfnisse und Erwartungen der Entwickler immer größer. Heute verlassen sich immer mehr von ihnen auf das Internet und nutzen es als »virtuellen Labortisch« - dadurch steigt die Nachfrage nach frei zugänglichen Online-Tools und -Ressourcen.

Darüber hinaus müssen Firmen angesichts schrumpfender Entwicklungsabteilungen Abkürzungen im Designprozess finden, um wettbewerbsfähig bleiben zu können. Zeit ist ein kritischer Faktor beim Versuch, ein Produkt erfolgreich auf dem Markt zu platzieren, und obwohl heute eine Unmenge von Information online verfügbar ist, ergibt sich dadurch ein neues Problem: viel zu viel Angebot, während die Entwickler nur begrenzte Zeit für die Suche nach und für den Vergleich der enormen Menge der auf dem Markt erhältlichen Bauteile und Tools haben.

Hier setzt der Distributor RS Components an und will nicht nur die Bauteilauswahl schneller und intuitiver machen, sondern bietet zudem wertvolle Ressourcen für Entwickler online an. So können die Nutzer der RS-Webseite seit Mai 2010 CAD-Modelle im 3D-Format herunterladen und haben mittlerweile dort Zugriff auf 30000 solcher Modelle, die zudem im »SpaceClaim«-Format vorliegen.

Ohne langwierige Einarbeitung wie bei den meisten komplexen CAD-Werkzeugen können Ingenieure mit der SpaceClaim-Direktmodellierung, die man sich wie die Formung von Modellen aus Knetmasse am Computer vorstellen kann, ihre Idee über den gesamten Entwicklungszyklus hinweg dreidimensional umsetzen und ihre Probleme lösen.

Sie können Konzeptmodelle von jedem CAD-System nutzen und schnell editieren sowie Analyse-modelle in einem Bruchteil der Zeit vereinfachen, die man mit einem konventionellen CAD-System mit komplexer parametrischer 3D-Modellierung benötigen würde. Darüber hinaus hat RS Components die 3D-CAD-Modelle in 14 Online-Communities und Internetportalen für Mechanik- und Elektronikentwickler veröffentlicht und so vier Millionen Anwendern den sofortigen Zugriff auf das RS-Produktsortiment verschafft (Bild 1).

Die Modelle können in bis zu 30 unterschiedlichen Dateiformaten heruntergeladen werden, damit sind sie für die meisten 3D-CAD-Systeme sofort nutzbar. Zu den Communities und Portalen zählen die »Autodesk Manufacturing Community« mit 1,5 Millionen Nutzern, »TraceParts Online« mit 870000 Usern, »SolidWorks 3Dcontent-central.com«, eine Community mit 612000 Nutzern, und die »Pro Engineer Community«, die von mehr als 370000 Personen genutzt wird.

Alle Modelle enthalten die RS-Bestellnummern, dadurch werden sie automatisch in die von vielen CAD-Systemen erstellten Stück-lis-ten (BOM) aufgenommen. Gemäß Untersuchungen von TraceParts beträgt die Wahrscheinlichkeit 80 Prozent, dass eine Komponente in einem Produkt eingesetzt wird, wenn ein Ingenieur das Modell dieser Komponente heruntergeladen hat.

Durch die Entwicklungswerkzeuge, die RS Millionen von Ingenieuren zur Verfügung stellt, werden hunderttausende von Anfragen nach Komponenten aus dem Programm von RS generiert. Nach einem Jahr zeigen die Ergebnisse, dass der Distributor auf dem richtigen Weg ist: Die Anzahl der 3D-CAD-Downloads ist von 2500 pro Monat kurz nach der Einführung auf heute 10 000 pro Monat angewachsen.

Online-Community mit kostenlosen Tools

Als weiteren Baustein für die Unterstützung der Entwickler rief RS Components im Juli 2010 die Online-Community »DesignSpark« ins Leben (Bild 2).

Seitdem ist DesignSpark zu einer der am schnellsten wachsenden Web-Plattformen für Ingenieure im Bereich der Elektronik geworden und verfügt bereits über mehr als 80000 registrierte Mitglieder. Eine Umfrage unter Anwendern bestätigte den Bedarf nach gesicherten und zuverlässigen Online-Ressourcen für Entwicklungsingenieure, die Informationen über Entwicklungen, von Anwendern erstellte Bewertungen und kostenlose Tools zur Erleichterung und Beschleunigung des Entwicklungsprozesses umfassen.

Teil von DesignSpark ist ein »Kit Review«-Bereich, dort besteht die Wahl zwischen tausend Kits. Dazu Events, Blogs und Partnerportale, die Mitglieder zur Teilnahme und zum Teilen ihres Wissens mit der Community anregen. Einer der erfolgreichsten Magneten für Nutzer ist das mit vielen Funktionen ausgestattete und kostenlose Werkzeug »DesignSpark PCB«, seit der Einführung vor einem Jahr wurde es über 100000 Mal heruntergeladen.

Über dieses Tool erhalten Entwickler Zugriff auf eine umfangreiche Sammlung von Video- und Online-Kursen, Anwendungsbeispiele und eine Bibliothek von Komponenten. Die erste Version von DesignSpark PCB erhielt die Auszeichnung »New Product Introduction of the Year« der Fachzeitschrift Printed Circuit Design & Fab (PCD&F). Im März 2011 stellte RS dann Version 2 vor, die zusätzlich 3D-CAD-Modelle von Produkten enthält.

Diese neuen Funktionen und weitere Updates wurden als direkte Reaktion auf Rückmeldungen von Anwendern der DesignSpark-Community implementiert. Weitere Unterstützung für das Arbeiten in 3D bietet ein PCB-Konverter für »Google SketchUp«, ein Entwicklungswerkzeug, das den Import von Dateien im Format IDF (Intermediate Data Format) in SketchUp ermöglicht (Bild 3).

Google SketchUp ist weltweit als eines der beliebtesten kostenlosen 3D-Designwerkzeuge bekannt und gewinnt auch unter professionellen Elektronikentwicklern immer mehr an Bedeutung. Das liegt nicht nur an seinen CAD-Funktionen sondern auch daran, dass viele seiner Funktionen und Anwendungen kostenlos verfügbar sind.

Mit dem »PCB Converter für SketchUp« können die Nutzer IDF-Dateien importieren, ein Dateiformat, das speziell für den Austausch von Daten zwischen Leiterplattenentwicklung und mechanischer Konstruktion zur Aufnahme der Leiterplatten entwickelt wurde. In SketchUp lässt sich die Kompatibilität mit den mechanischen Randbedingungen von Gehäusen und Montageeinrichtungen beurteilen. Dadurch können Entscheidungen für das Design schnell getroffen, Besprechungen zwischen Entwicklern und Konstrukteuren verringert sowie Nacharbeiten vermieden werden.

Hierfür lassen sich die 3D-Modelle von Komponenten aus dem RS-Produktprogramm von der RS-Website in einem SketchUp-kompatiblen Format (*.skp) herunter-laden und in dem Tool nutzen.