Wireless Communication »Blutdruck an Datenlogger« - Drahtlose Netzwerke erobern die Medizintechnik

Ob »Health Monitoring«, »Ambient Assisted Living« oder »Body Area Networks« - Experten gehen davon aus, dass die nächste Generation von Medizingeräten überwiegend mit drahtlosen Sende- und Empfangseinheiten ausgestattet sein wird. Und deren Entwickler müssen über das nötige Fachwissen verfügen.

Medizintechnik gilt als Wachstumsmarkt, schon die demographische Entwicklung verspricht ein großes Potenzial für elektronische Geräte und Systeme in medizinischen Anwendungen. Wenn es um die Anbindung von Sensoren (beispielsweise für Puls, Blutdruck oder Blutzucker) geht, werden die meisten Systeme laut Angaben der Fachleute zukünftig auf drahtlose Techniken setzen.

Doch ganz ohne Preis ist dieser Wachstumsmarkt nicht zu bedienen, strenge Normen, Richtlinien und Zulassungen sind einzuhalten - große Herausforderungen für die Entwickler. Die DESIGN&ELEKTRONIK nimmt sich dieser speziellen Thematik näher an und veranstaltet am 6. Juli 2010 in München das neue Entwicklerforum »Wireless goes medical«. Besucher des Entwicklerforums erfahren, wie sich medizintechnische Geräte drahtlos an stationäre und ambulante Infrastruktur sowie Sensoren aller Art ankoppeln lassen, und erhalten einen Überblick welche geeigneten Bauteile, Module und Standards auf dem Markt verfügbar sind.

Bereits der erste Beitrag stellt den Teilnehmern verschiedene Wireless-Technologien für den Einsatz im Medizingerätebereich sowie deren Eignung in unterschiedlichen Zielapplikationen vor, nennt Anforderungen an den Zertifizierungsprozess und zeigt exemplarische Beispiellösungen. Was etablierte Drahtlos-Standards wie Bluetooth und das neue »Bluetooth Low Energy« im Bereich Medizingerätekommunikation zu leisten in der Lage sind, erfahren die Zuhörer im zweiten Vortrag.

Jedoch passen die standardisierten Technologien nicht in jedem Fall. Proprietäre Protokolle auf der Basis von Bluetooth, ZigBee und GPS können die Energieeffizienz steigern, die Miniaturisierung tut ein Übriges. Wie das geht, verrät der dritte Beitrag, bevor dann die Normenfamilie ISO/IEEE 11073 im Mittelpunkt steht, die den Datenaustausch von Vitaldaten zwischen unterschiedlichen Medizingeräten regelt.

Extrem energiesparende Sensornetzwerke sowie M2M-Kommunikation sind die Themen nach der Mittagspause. Hier werden auch Applikationslösungen präsentiert, die den Teilnehmern die Möglichkeit geben, neueste Technologien für die eigenen Anwendungen zu bewerten und zu vergleichen. Und selbstverständlich wird der Themenkreis »Energieversorgung« im Bereich der Medizingeräte nicht ausgeblendet, der im harten Klinikalltag alles andere als einfach und Grundlage für eine ständige Verfügbarkeit der Geräte ist.

Interessenten können sich über den unten stehenden Link online für das Entwicklerforum anmelden. Dort ist auch das detaillierte Vortragsprogramm mit Abstracts und Biographien der Sprecher verfübar.