Der FBDi und die Umwelt

Der FBDi und die Umwelt

Fraglich ist, wer die Vielzahl der Verordnungen und Gesetze noch überblicken und auf dem aktuellem Stand halten kann, wer es schafft die Zeitvorgaben für die Konformität einzuhalten und eventuell Gehör im Vorfeld einer In-Kraft-Setzung zu finden. Für den Kunden müssen Informationen beschafft und zur Verfügung gestellt werden, damit er seinerseits »regelkonform« handeln kann. Für die Lieferanten bedeutet dies, dass sie zum einen ein »Ohr am Puls der Zeit« haben, und sich zum anderen Gehör bei entscheidenden Gremien verschaffen können. Hierzu bietet der FBDi im Rahmen seines Arbeitskreises Umwelt eine Plattform, in der sich die Verantwortlichen in den einzelnen Unternehmen austauschen und auf Verbandsebene Lösungskonzepte erarbeiten können.

In der Vergangenheit wurden die Distributionsunternehmen von den jeweils einzuführenden Regeln überrascht. Überrascht, weil sie von den Gesetzen erst hörten, als diese bereits als EU-Verordnungen bekannt gegeben wurden oder als nationales Gesetz in Kraft traten. Davor wurden die Vorlagen in den Gremien von Parteien, Verbänden und Ausschüssen diskutiert, ohne dass die Öffentlichkeit oder die betroffenen Unternehmen genauer informiert waren.

Diese Informationspolitik hat sich nicht geändert. Es ist aber entscheidend, die Informationen über Umweltgesetzgebungen bereits zu bekommen, wenn diese in den Ministerien, europäischem Rat oder Kommission noch beraten werden. Hier leisten die Verbände wichtige Arbeit. Der FBDi ist dem Dienstleistungsverband BDWi beigetreten, der seit etlichen Jahren gute Verbindungen zur Politik in Brüssel und Berlin pflegt. Hier bietet sich die Möglichkeit schon in der Anfangsphase der legislativen Prozesse über die laufenden Vorhaben informiert zu werden. Der Arbeitskreis Umwelt des FBDi hat sich bislang im wesentlichen um die Ausführungsbestimmungen der Gesetze gekümmert und die Mitglieder auf dem Laufenden gehalten. Dies wird auch künftig der Fokus sein, aber die Anstrengungen gehen dahin, als Verband vor der Verabschiedung der Durchführungsbestimmungen Stellung bezogen zu haben. Dies geschieht durch Positionspapiere, die die Interessen der Distributionsunternehmen und deren Kunden und Lieferanten klarstellt.

Die nächsten großen Aufgaben werden in der Erarbeitung von Empfehlungen und Positionspapieren um die Themen REACh und EMV/CE Gesetz sein.