Debugging mit Trace-Aufzeichnung für Freescale i.MX27

Lauterbachs Mikroprozessor-Entwicklungstool TRACE32 kann jetzt auch die chipinternen Debug-Einheiten des ARM9-basierten Freescale-Controlles i.MX27 ansteuern.

Das Mikroprozessor-Entwicklungssystem »TRACE32-Powertools« von Lauterbach unterstützt ab sofort den i.MX27 von Freescale. Der i.MX27 ist ein leistungsstarker und stromsparender Chip mit ARM9-Core. Er wird mit 400 MHz getaktet und eignet sich für portable Multimedia-Geräte wie DVD-Player oder Digitalkameras.
 
Die TRACE32-PowerTools ermöglichen ein komfortables Debugging auf C- oder C++-Ebene über die im Chip integrierte Debugschnittstelle. Über diese JTAG-Schnittstelle des Prozessors bekommt der Debugger schnellen Zugriff auf alle chipinternen Einheiten wie On-Chip Hardware Breakpoints, Peripherieeinheiten, Register und Flash-Speicher. Der Anschluss an Windows- oder Linux-Entwicklungsrechner erfolgt über eine USB-2- oder Ethernet-Schnittstelle mit 10, 100 oder 1000 MBit/s. Mit dem TRACE32-PowerTrace-Ethernet können die Vorgänge im ARM-Prozessor in Echtzeit aufgezeichnet werden. Der Tracespeicher kann eine Tiefe von 256 Mbyte bis 4 Gigabyte und eine Aufzeichnungsgeschwindigkeit von über 500 MHz haben. Jeder aufgezeichnete Datensatz ist mit einem Zeitstempel mit einer Auflösung von 5 ns markiert. Auch ist damit der volle Zugriff auf die Trigger- und Filter-Einstellungen der Embedded Trace Macrocell, der Chip-internen Debugging-Einheit, möglich. Eine unbegrenzte Anzahl von Software-Breakpoints im RAM- und Flash-Speicher sowie Debugging auf Hochsprachen- und Assemblerebene machen das Werkzeug sehr flexibel einsetzbar.
 
Für die Analyse der Software gibt es ein Context Tracking System u.a. zur Rekonstruktion des Inhaltes von lokalen Variablen, eine Performance-Analyse, Statistikfunktionen, Zeitdiagramm der Trace-Daten und Unterstützung für Echtzeit-Betriebssysteme. Bereits vorhandene ARM9-Debugger können leicht um diese Prozessorfamilie erweitert werden.