Bosch: Navi und Clooney auf einem Display

Auf den Blickwinkel kommt es an. Um diese Wahrheit herum baut Bosch einen Monitor, der separate Informationen für Fahrer und Beifahrer liefern kann. Navigationshinweise und Film auf einem Display.

Das neue Display »Dual View« bringt Spaß ins Auto. Es kann auf einem Monitor zwei unterschiedliche Programme darstellen. Der Blickwinkel entscheidet, welches von beiden man sieht. Der Beifahrer erhält so ein eigenes Programm zur Unterhaltung, seien es Videofilme, TV-Programme oder Hörfunkmenüs. Die Dual-View-Einheit nimmt dabei nicht mehr Platz als ein üblicher Monitor ein. Automobilhersteller können damit einen Bildschirm nach bisheriger Bauart als Grundausstattung anbieten und Dual View als Zusatzausstattung.

Der Dual-View-Monitor besteht aus einem hinterleuchteten Farb-Aktivmatrix-Display (TFT-LCD - Thin Film Transistor Liquid Crystal Display) und einer Maske vor der Flüssigkristallschicht. Die Bilder für den Aufsichtwinkel von rechts und links werden zeitgleich angezeigt. Sie sind jedoch auf nebeneinander liegenden Bildpunktspalten verteilt. Die Maske ermöglicht die Sicht auf jeweils eine Pixelspalte, die entweder das rechte oder das linke Bild bestimmt. Für den Betrachter setzt sich das Bild nur aus jedem zweiten Pixel zusammen. Die horizontale Display-Auflösung wird dadurch halbiert – aus einer Nennauflösung von 800 x 480 Punkten stellt Dual View jedes der beiden Bilder mit 400 x 480 Punkten dar. Doch soll die nächste Generation des Displays jedem Bild eine Auflösung von 800 x 480 Punkten bieten. Wird das Display aus einem der beiden vorgesehenen Winkel betrachtet, ist nur das entsprechende Bild zu sehen. Die Maske muss jedoch genau den Anforderungen entsprechen und sehr präzise positioniert sein. Die Art der Maske beeinflusst auch die Helligkeit des Displays.

Die Ingenieure von Bosch arbeiten an der Serieneinführung eines Bildschirms mit einer Diagonale von 8 Zoll. Er soll 2009 in Fahrzeugen eines Automobilherstellers eingesetzt werden.