Beru: Neue Drucksensor-Glühkerze

Die künftigen Grenzwerte für den Ausstoß von Stickoxiden bei Dieselmotoren erfordern emissionsarme Verbrennungssysteme. Die Beru-PSG sorgt für eine geregelte Verbrennung und trägt damit zur Reduzierung von NOx- und CO2-Emissionen bei.

Ab 2009 gelten in Europa die Euro-5-Grenzwerte, die den Ausstoß von Stickoxiden bei Dieseln auf 180 mg/km senken. Von 2014 an gilt die Euro-6-Norm, die nur noch 80 mg/km erlaubt. In den USA gibt es mit der Verschärfung von BIN 8 auf BIN 5 eine parallele Entwicklung. Statt 200 Milligramm Stickoxide pro Meile sind dann nur noch 70 Milligramm gestattet.

»Diese anspruchsvollen Grenzwerte lassen sich technisch nur erreichen, wenn bereits die Rohemissionen der Diesel-Aggregate so niedrig wie möglich sind«, erläutert Dipl.-Ing. Hans Houben, Entwicklungsleiter von Beru. »Denn der realistische Konvertierungsgrad eines Stickoxid-Nachbehandlungssystems ist begrenzt.«

Motorenentwickler sind vor die Herausforderung gestellt, hocheffiziente und emissionsarme Verbrennungssysteme zu entwickeln, für Diesel wie auch für Benziner. Schlüsselkomonenten dafür sind Sensoren zum Messen des Zylinderdrucks. Die PSG mit dem robusten Heizstab des Diesel-Schnellstartsystems ISS von Beru, kombiniert mit einem piezo-resistiven Sensor, ermittelt den sich schnell ändernden Druck im Brennraum und meldet ihn kontinuierlich an die Motor-Steuerelektronik weiter.

Für Chefentwickler Houben reichen die Möglichkeiten der PSG aber noch weiter. »Durch eine exakte Erfassung des Zylinderdrucks mit der PSG lassen sich vor allem auch in der neuen Generation von Downsizing-Motoren höhere Spitzendrücke realisieren und damit Standardbrennverfahren problemlos an ihre Grenzen heranführen.« Dadurch kann eine höhere Motorleistung und Effizienz erzielt werden. Außerdem lässt sich durch die Daten der PSG die Zündung zylinderselektiv optimieren.