Schwerpunkte

Alle Produktionsschritte gebündelt

Škoda eröffnet Zentrum für Bau von Testträgern und Prototypen

18. Januar 2021, 13:30 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Škoda eröffnet Zentrum für Bau von Testträgern und Prototypen
© Skoda Auto

Das neue Fertigungszentrum der Technischen Entwicklung von Skoda vereint jetzt alle Produktionsschritte für Testfahrzeuge und Prototypen unter einem Dach.

Die Abteilung Technische Entwicklung von Škoda Auto hat am Standort Mladá Boleslav ein neues Zentrum für den Bau von Testträgern und Prototypen in Betrieb genommen. Der Neubau ermöglicht es, hier künftig die komplette Fertigung unter einem Dach zu vereinen.

»Mithilfe von Testträgern können wir bereits in einem frühen Stadium der technischen Entwicklung Rückschlüsse zu zahlreichen technischen Parametern ziehen und lange vor Beginn der Serienfertigung eines neuen Modells die nötigen Anpassungen vornehmen. Hier gehen wir nun den nächsten Schritt: In unserem neuen, hochmodern ausgestatteten Gebäudekomplex am Standort Mladá Boleslav bauen wir künftig höchst effizient 300 Testfahrzeuge sowie 120 Prototypen pro Jahr unter einem Dach. Wir haben hier die optimalen Voraussetzungen geschaffen, um auf höchstem Niveau an Fahrzeugen zu arbeiten, die das Gesicht der Marke künftig prägen werden«, erklärt Johannes Neft, seit Anfang Januar Vorstand für Technische Entwicklung bei Skoda.

Um neben einzelnen Komponenten auch das Gesamtfahrzeug im Blick zu behalten, sind klassische Fahrversuche weiterhin unerlässlich, obwohl digitale Simulationen und Modelle im Laufe der Testphase neuer Fahrzeuge immer mehr an Bedeutung gewinnen. Aufgrund der immer komplexeren und leistungsfähigeren elektronischen Architektur moderner Fahrzeuge liegt der Fokus auf Funktionstests von Elektrik, Elektronik und Assistenzsystemen sowie der Kommunikation zwischen den Bordrechnern. Die Testträger des rein elektrischen ENYAQ iV fertigte der Autobauer bereits zum Teil in dem neuen Gebäude.

Dank zweier Roboterstationen steigt der Anteil der Automatisierung in der Karosseriefertigung von 15 auf 45 Prozent. Die Fertigungskapazität verdoppelt sich dadurch auf zehn Karosserien pro Woche – bei gleichzeitig 20 Prozent weniger Platzbedarf. Darüber hinaus lassen sich im Karosseriebau auch Leichtbaukonstruktionen fertigen. Zum Testen von Fügetechniken wie dem Clinchen oder Nieten, dem bohrungslosen Formschrauben, dem Laserschweißen und der Mischbauweise hat Škoda den Karosseriebau außerdem um ein Innovationszentrum erweitert.

Technologien aus dem Bereich der Virtual Reality erlauben es, Arbeitsplätze vorab zu konfigurieren und anzupassen, in der Logistik kommen IT-Systeme zum Einsatz. Die Qualitätskontrolle ist künftig in den Produktionsprozess integriert und läuft parallel zu den jeweiligen Fertigungsschritten. Für entsprechende technische Abnahmen steht ein Rollenprüfstand bereit, auf dem Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h simuliert werden können.

Auch unter ökologischen Gesichtspunkten ist das neue Zentrum für den Bau von Testträgern und Prototypen auf dem neuesten Stand: Die kurzen Wege sparen pro Jahr rund 1.800 Liter Kraftstoff, dadurch fallen rund fünf Tonnen weniger ausgestoßenes CO2 an. Zudem ist die gesamte Lagerhaltung an den Fahrzeugbau angegliedert, das mindert die jährlichen Kosten für Logistik um mehr als 150.000 Euro.

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