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Angebotsübersicht Mikrocontroller mit FlexRay-Schnittstelle

Wachstum auf dem FlexRay-Chipmarkt

23. Februar 2007, 13:30 Uhr   |  Stephan Janouch


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

FlexRay-IP

Halbleiterhersteller, die einen FlexRay-CC in ihre Produkte integrieren wollen, können derzeit zwischen zwei IP-Modulen wählen. Sowohl der E-Ray von Bosch als auch der FRCC2100 von Freescale unterstützen die FlexRay-Protokoll-Spezifikation 2.1. Während Bosch seinen IP-Block selbst vermarktet, greift Freescale dazu auf den amerikanischen Spezialisten für Intellectual Property IPextreme zurück. IPextreme verknüpft den IP-Block dabei mit XPack, einem selbstentwickelten Werkzeug zur benutzerspezifischen Konfiguration. Beide IP-Blöcke bieten verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten, Unterschiede sind nur im Detail festzustellen; so unterstützt der E-Ray beispielsweise bis zu 128 Message Buffers, während der FRCC2100 bis zu 256 Message Buffers enthält. Für den Anschluss an den Host-Controller stellt Bosch ein generisches 8-/16-/ 32-bit-Interface zur Verfügung, Freescale ermöglicht durch den modularen Aufbau sogar den Einsatz einer kundenspezifischen Schnittstelle anstatt des vorgesehenen Control Host Interface. Entsprechend der Herkunftsländer wird der E-Ray in VHDL, der FRCC2100 in Verilog ausgeliefert.

Nachfrage nach FlexRay-Silizium wird wachsen

Im neuen BMW X5 werden fünf Communication Controller und sechs FlexRay-Tansceiver verbaut, sofern man das Elektronische Dämpfersystem als Sonderausstattung ordert. Die Stückzahlen, die sich daraus ergeben, sind noch äußerst gering. Erst ab dem Jahr 2008 wird die Nachfrage deutlich steigen. BMW plant beim neuen 7er, FlexRay als Systembus einzuführen und bis zu 15 FlexRay-Steuergeräte zu integrieren, wovon circa ein Drittel zum Serienumfang gehören wird [12]. Rechnet man mit einer jährlichen Produktion von
70 000 Fahrzeugen, so wären dies mindestens 350 000 FlexRay-Knoten pro Jahr. Addiert man noch die vor allem im Oberklasse-Segment nicht unüblichen Sonderausstattungen und die im X5 verbauten Knoten, so werden wohl bei BMW alleine bald mehr als 1 Million FlexRay-Knoten pro Jahr verbaut.

Quellen und Links:

[1]  Versluijs, T.: NXP FlexRay product strategy. Vortrag auf dem FlexRay-ProductDay, Böblingen, 30.11.2006.
[2]  Pressemeldung: Austria Microsystems gibt Lizenzabkommen mit Infineon für FlexRay-Transceiver-Baustein bekannt. 30.11.2006. www.austriamicrosystems.com
[3]  www.elmos.de
[4]  www.semiconductors.bosch.de/en/20/flexray/flexray.asp
[5]  Pressemeldung: Infineon entwickelt umfassendes FlexRay-Bussysteme für das Auto der Zukunft. 30.11.2006. www.infineon.com
[6]  Wiewesiek, W.: Fujitsu FlexRay System Solutions. Vortrag auf dem FlexRay-ProductDay, Böblingen, 30.11.2006.
[7]  Hummer, N. :The Freescale FlexRay Microcontroller Continuum. Vortrag auf dem FlexRay-ProductDay, Böblingen, 30.11.2006.
[8]  Presseinformationen: Texas Instruments Automotive Solutions. electronica 2006.
[9]  www.renesas.com
[10]  Brysch, M.: FlexRay Solutions made by NEC. Vortrag auf dem FlexRay-ProductDay, Böblingen, 30.11.2006.
[11]  Pressemeldung: Freescale baut sein Angebot an 16-Bit Automotive-Mikrocontrollern mit FlexRay-Technologie weiter aus. 29.11.2006. www.freescale.com
[12]  Dr. Schedl, A.: FlexRay Serieneinführung. Vortrag auf dem Workshop Datenkommunikation im Automobil des Clusters Mikrosystemtechnik, Landshut, 7.12.2006.

Autor:

Stephan Janouch
ist stellvertretender Chefredakteur der Elektronik automotive.
sjanouch@elektronik.de

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