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Die Anzahl von Technologien wächst

Es werde Licht!

05. Juni 2019, 10:52 Uhr   |  Iris Stroh


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Design und Sicherheit

Stelzer
© Markt&Technik

Johann Stelzer, Microchip Technology: »Die ASIL-Sicherheitsanforderungen für Schalter oder Bedienelemente lassen sich mit Licht wunderbar steuern.«

Laser-Licht gilt als weitere Option für den Frontscheinwerfer. Von Osrams Seite heißt es, dass die Lasertechnik den Vorteil hat, dass damit Scheinwerfer künftig wesentlich kleiner gebaut werden können. Mit dem BMW i8 oder dem Audi R8 gibt es auch bereits Fahrzeuge, die mit Laserscheinwerfern ausgestattet sind. Wie die Beispiele zeigen, ist dieses Licht auch eher in der Premiumklasse angesiedelt, für den Volumenmarkt hält Adlkofer die Kosten ebenfalls zu hoch. Außerdem: »Wie weit will ich denn schauen können? In einem Rennwagen, in dem der Fahrer 500 m bis zu 1 km schauen können muss, ist ein Laserlicht von Vorteil. Aber wer von uns fährt schon mit 400 Stundenkilometern durch die Gegend. Normale Fahrzeuge müssen nicht so weit schauen können«, so Adlkofer weiter.

Im Heck findet dafür zunehmend die OLED-Technik Einsatz – laut Carsten Demuth, Senior Marketing and Systems Manager Automotive Microcontroller von STMicroelectronics, aufgrund der Tatsache, dass OLEDs Flächen- und keine Punktstrahler sind, was hinsichtlich des Designs ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Audi bestätigt das. Der OEM setzt die Technik bereits in seinen TT-RS-Coupé-Modellen ein und macht folgende Vorteile geltend: OLEDs strahlen extrem homogen und präzise, das Licht wirft keine harten Schatten und benötigt keine Reflektoren. Und Uwe Bröckelmann, Technischer Direktor EMEA von Analog Devices, fügt noch hinzu: »Auch ins Heck wird immer mehr hineindesignt, um mit dem Hintermann kommunizieren zu können. Und das wird immer mehr kommen.«
Adlkofer ist aber auch überzeugt, dass OLEDs in den Innenraum wandern werden, weil damit Projektionen einfach möglich sind. Ein Beispiel: Wenn im toten Winkel ein Fahrradfahrer fährt, kann das mit einem OLED in den Seitenflügel projiziert werden, sodass der Fahrer gewarnt wird.

Design und Sicherheit

Adlkofer: »Das Licht wird von einem funktionalen Element zu einem Design-Element. Und damit verändert sich einiges, denn jetzt wird das Licht als eine Möglichkeit zur Differenzierung genutzt.« Audi war einer der ersten, die das erkannt haben, was zur Folge hatte, dass man über einige Zeit im Rückspiegel erkennen konnte, dass ein Audi hinter einem herfährt. Aber mittlerweile setzen viele OEMs auf differenzierendes Licht, weshalb Demuth hinzufügt: »Auch der BMW ist vom Licht her erkennbar.«

Wobei Peter Wiese, Vice President Automotive Sales and Marketing EMEA von NXP Semiconductors, betont, dass Licht nicht nur ein Design-Element ist, sondern auch ein sicherheitsrelevantes Element, wie das Beispiel mit dem Toter-Winkel-Assistenten deutlich macht. Wiese: »Licht als Warnung, um das Fahren sicherer zu machen.« Und Rothhaupt erklärt abschließend: »Lichttechnik wird auch in Hinblick auf autonomes Fahren wichtig. Heute winke ich einer alten Damen am Zebrastreifen, sodass sie weiß, dass sie über die Straße gehen kann. Wie macht man das, wenn es ein fahrerloses Auto ist? Da wird bereits viel experimentiert und es gibt auch schon Standardisierungsgespräche, um gewisse Signale zu standardisieren.«

Derpmanns
© Markt&Technik

Armin Derpmanns, Toshiba: »Der Mensch reagiert auf visuelle Effekte, und die verarbeitet er auch am schnellsten. Also wird Licht eingesetzt, um die Sicherheit zu erhöhen, aber auch für Komfortfunktionen und das Markenimage. «

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