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CO2-freie Energieversorgung

Brennstoffzellentechnik von Daimler versorgt Rechenzentren

13. November 2017, 14:39 Uhr   |  Andreas Pfeffer


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

CO2-freie Energieversorgung

Um bei der Nutzung erneuerbarer Energien eine ununterbrochene Stromversorgung von Rechenzentren zu ermöglichen, überdenken Daimler, HPE und PI die Energieerzeugung und integrieren Wasserstoffspeicher- und Brennstoffzellensysteme zur direkten Energieversorgung von Computerserver-Racks in Rechenzentren. Das Konzept eines wasserstoffbasierten und CO2-freien Rechenzentrums besteht aus Brennstoffzellen, Elektrolyseur, Speicher, Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Durch die Kombination der Systeme gleichen die Partner die Instabilität und Variabilität von erneuerbaren Energiequellen aus.

Der Grundstrombedarf des Rechenzentrums soll von Solar- und Windkraftanlagen abgedeckt werden. In Situationen, in denen die erzeugte Solar- und Windenergie den Bedarf des Rechenzentrums übersteigt, kann die überschüssige Energie durch Elektrolyse zur Erzeugung von Wasserstoff eingesetzt werden. Die Energie wird somit gespeichert anstatt die Energieerzeugung zu drosseln. Sobald der Strombedarf des Rechenzentrums die erzeugte Solar- und Windenergie übersteigt oder ein Stromausfall vorliegt, erzeugen die Brennstoffzellensysteme anhand des zuvor gespeicherten Wasserstoffs den erforderlichen Strom.

Energieversorgung Daimler
© Daimler

Nachhaltige und unabhängige Energieversorgung für Datenzentren.

Die Nutzung der automobilen Brennstoffzellensysteme kann somit dazu beitragen, die Energieerzeugung und -versorgung von Rechenzentren zu vereinfachen und die CO2-Bilanz zu verbessern. Die traditionelle Stromversorgung verursacht bei einem Rechenzentrum circa 30 - 40 Prozent der Baukosten. Der neue Energieversorgungsansatz kann die Gesamtbetriebskosten senken, indem er Dieselgeneratoren, zentrale unterbrechungsfreie Stromversorgungssysteme (USV), Schaltanlagen und teure Kupferleitungen überflüssig macht. Entwickelt für den anspruchsvollen Einsatz im Automobil, erfüllen die Brennstoffzellensysteme höchste Sicherheits- und Qualitätsanforderungen und eignen sich ideal zur Integration in moderne Rechenzentren. Die Partner präsentieren ihre ersten Projektergebnisse in Form eines Prototypensystems auf der diesjährigen SuperComputing Conference in Denver. Das Projekt startet nächstes Jahr in die Pilotphase.

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