Zweiachsiger Linearmotor

Philips-Ingenieuren ist es gelungen, mit einem Standard-Linearmotor Bewegungen entlang zweier Achsen zu realisieren. Bisher waren nur einachsige Bewegungsabläufe möglich.

Für »pick-and-place«- Maschinen hat Philips die bereits patentierte NForcer-Technologie entwickelt, die Entwicklern erlaubt die Anzahl eingesetzter Motoren und elektronisch betriebener Module zu reduzieren.

Damit ist ein einzelner, horizontal gelagerter Linearmotor nun in der Lage auch vertikale Hubbewegungen an einer zweiten Achse zu erbringen. Des Weiteren können mit Hilfe der NForcer-Technolgie hochpräzise, sechsachsige Magnetschwebe-Plattformen (dreidimensionale Kipp- und Linearbewegungen) mit nur einem Linearmotor geleistet werden.

Eisenfreie, mehrstufige Linearmotoren beruhen auf der Tatsache, dass ein in ein Magnetfeld platzierter stromführender Leiter eine Kraft lotrecht zur Richtung des Stromes und der Magnetfeldausrichtung erfährt (nach Lorentz). Diese Kraft ermöglicht die Bewegung. In einem herkömmlichen Linearmotor sind die stromführenden Leiter in Spulen angeordnet, wobei lediglich die vertikalen Seiten der Spule innerhalb des Magnetfeldes liegen. Aus diesem Grund kann der Motor nur seitliche Bewegungen durchführen.

Um eine zweidimensionale Bewegung des Motors zu bewerkstelligen wurde die Position der Spulen unter Berücksichtigung des Bahnmagneten so verändert, dass die untere, horizontale Spulenebene sich ebenfalls innerhalb des Magnetfeldes befindet. Folglich entsteht zugleich eine Kraft für vertikale Bewegungen.

Philips stellt die NForcer-Technologie auf dem diesjährigen American-Society-for-Precision-Engineering (ASPE)-Meeting in Dallas (Texas) vor. Den Philips-Präsentationsfilm über die NForcer-Technologie finden Sie hier.