Schwerpunkte

Visualisieren über Ethernet

20. Dezember 2007, 08:11 Uhr   |  Stefan Sittel


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Visualisieren über Ethernet

Um Standard-Kabel und -Komponenten verwenden zu können, sind die Netzwerk-Schnittstellen in der Zündschutzart „erhöhte Sicherheit“ Ex e (EN 50019/IEC 60079-7) implementiert. Monitorseitig wird das Netzwerkkabel in einem Ex-e-klassifizierten Klemmenkasten mit Reihenklemmen und Kabelverschraubungen aufgelegt, auf der PC-Seite im sicheren Bereich mit RJ45-Steckern konfiguriert. Voraussetzung für diese Anschlusstechnik ist eine Kabelverlegung, die den einschlägigen Errichtungsbestimmungen einer sicheren Verlegung nach ATEX 118a entspricht. Dies ist bei einer Installation im Kabelkanal, einem Kabelschacht oder im Boden gegeben; daher können die nach ATEX 95 (Richtlinie 94/9/EG) zertifizierten Remote-Monitore der VisuNet-Reihe ohne weitere Elektronikbaugruppen, Barrieren und Verstärker direkt an die Netzwerkkarte des PC oder einen Switch angeschlossen werden.

Die Vernetzungsvarianten

Als Netzwerk-Teilnehmer sind sowohl der Remote-Monitor als auch der PC über eindeutige IP-Adressen im Netzwerk oder Sub-Netzwerk anzusprechen. Damit der Remote-Monitor den Bildschirminhalt eines PC darstellen kann, muss er lediglich dessen Adresse kennen und dessen Bilddatenstrom anfordern. Außerdem sollten analog zu RDP immer ein Login-Name mit Passwort-Abfrage verwendet werden. Beim erstmaligen Konfigurieren des Monitors muss lediglich die IP-Adresse des PC, ein dort freigegebener Username und dessen Passwort eingegeben und gespeichert werden. Danach verbindet sich der Remote-Monitor bei jedem Neustart automatisch mit diesem PC und stellt dessen Bedienoberfläche dar. Der Remote-Monitor verhält sich dabei wie ein normaler Monitor, nur dass die Zuordnung zum entsprechenden PC jetzt nicht mehr über eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung, sondern über seine Adresse im Netzwerk erfolgt.

Die Vorteile der RDP-Technologie kommen zum Tragen, wenn mehrere PCs und Monitore über einen Switch miteinander verbunden sind. Allein durch die Eingabe einer anderen IP-Adresse sowie eines gültigen User-Namens und Passworts kann sich der Bediener an einem Remote-Monitor jederzeit mit einem anderen PC verbinden. Wird diese „Umschaltung“ in einer Liste im Set-Up des Monitors hinterlegt, kann der Bediener über eine Tastenkombination oder aus einer Anwendung heraus jederzeit zwischen verschiedenen PCs umschalten (Video-Multiplexer/Umschalter Funktion).

Werden im Remote-Monitor mehrere PC-Adressen in einer Prioritätenliste hinterlegt, kann der Remote-Monitor bei Ausfall eines PC automatisch auf einen anderen PC umschalten. Nach einer kurzen Umschaltzeit, die je nach PC-und Betriebssystemkonfiguration sowie Netzwerk zwischen einigen 100 ms und mehreren Sekunden liegt, kann der Bediener vor Ort den Prozess dann wieder bedienen und beobachten.

Seite 3 von 3

1. Visualisieren über Ethernet
2. Visualisieren über Ethernet
3. Visualisieren über Ethernet

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen