Produktionsrekord im Maschinenbau

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat nach den Zahlen des VDMA in 2006 einen neuen Produktionsrekord von geschätzt 158 Milliarden Euro erreicht.

Bei der Auslandsnachfrage waren bis Oktober 2006 keine Ermüdungserscheinungen auszumachen. Sie übertraf das hohe Niveau von 2005 um real plus 14 Prozent. Die Bestellungen aus dem Inland steigen seit einem Jahr und kletterten, wenn auch auf bescheidener Basis, um plus 21 Prozent. "Damit bewegen wir uns im Inlandsgeschäft endlich wieder auf dem Niveau der Jahre 1990/1991", so VDMA-Präsident Dr. Dieter Brucklacher.

Die Kapazitätsauslastung der Maschinenbau-Unternehmen liegt derzeit im Schnitt bei 90,9 Prozent. 38 Prozent der deutschen Maschinenbauunternehmen berichten mittlerweile über auslastungsbedingte Produktionsbehinderungen. Mehr als jedes zehnte Unternehmen hat Bedarf an technischen Kapazitäten. Dabei habe die Branche in den letzten drei Jahren ihre eigenen Investitionen bereits um fast ein Viertel ausgeweitet. Allein im laufenden Jahr dürften die Ausgaben für Anlageinvestitionen nach Angaben des ifo-Instituts noch einmal um rund 16 Prozent zugelegt haben.
 
Für das kommende Jahr erhöht der VDMA seine Prognose vom September von plus zwei auf vier Prozent. Zwar rechnet der Verband nach wie vor mit einer wirtschaftlichen Abschwächung in den USA, doch andere Wirtschaftsräume haben an Bedeutung gewonnen und versprechen 2007 weiteres Wachstum. Auch für Deutschland erwartet der VDMA eine weiter positive Investitionsgüternachfrage.