Automatica | Fraunhofer IFF Mobile Assistenzroboter packen mit an

Mobile Assistenzroboter werden den Menschen künftig in vielen Bereichen der Produktion unmittelbar unterstützen.
Mobile Assistenzroboter werden den Menschen künftig in vielen Bereichen der Produktion unterstützen.

Das Fraunhofer IFF zeigt auf der Automatica mobile Assistenzroboter und optische Prüfsysteme. Zudem werden Techniken für die sichere Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter präsentiert. Schon bald könnten mobile Assistenzroboter in der Produktion mit anpacken.

Fest installierte Assistenzroboter arbeiten mittlerweile Seite an Seite mit ihren menschlichen Kollegen; dank der modernen Sicherheitssysteme. Dadurch müssen Menschen Roboterstraßen nicht mehr meiden und können stattdessen Hand in Hand mit den Assistenzrobotern schrauben, bohren, schweißen oder kleben. Für die Industrie ist das eine wichtige Entwicklung. Autonomen und mobilen Assistenzrobotern sind ein unverzichtbares Element bei der Umgestaltung und Optimierung von Produktion und Logistik auf flexiblere und effizientere Prozesse. Doch auch für andere Branchen – wie in verschiedensten Dienstleistungsbranchen und im medizinischen Sektor – sind Assistenzroboter von Vorteil.

Besonders in der Produktion sollen sie schon bald verstärkt eingesetzt werden, um komplexe und vielfältige Aufgaben zu übernehmen und den Menschen bei der Arbeit zu unterstützen. An mobile Assistenzroboter werden jedoch noch höhere Anforderungen hinsichtlich der intuitiven Interaktion, der präzisen Umgebungs- und Objekterfassung sowie der intelligenten Bahnplanung und -ausführung gestellt. Zudem müssen sie besondere Sicherheitsanforderungen beim Einsatz im direkten Arbeitsumfeld des Menschen ohne trennende Schutzfelder erfüllen.

Auf der Automatica – vom 21. bis 24. Juni 2016 in München – präsentieren das Fraunhofer IFF aktuelle Entwicklungen mit den Schwerpunkten mobile Assistenzrobotik sowie sichere und intuitive Mensch-Roboter-Kollaboration. Die vorgestellten Exponate zeigen, wie die Ansprüche an kommende Robotergenerationen erfüllt werden können und geben damit einen Einblick in die bevorstehende Einführung von Assistenzrobotern in der Industrie. Um biomechanische Grenzwerte im Falle einer Berührung zwischen Mensch und Roboter zu ermitteln, werden Belastungsstudien durchgeführt. Diese verifizierten Belastungsgrenzen stellen die Basis einer sicheren Mensch-Roboter-Kollaboration in der Betriebsart »Leistungs- und Kraftbegrenzung« dar.

Darüber hinaus zeigt das Forschungsinstitut Augmented-Reality-Assistenzsysteme für die visuelle Werkerassistenz und die optische Montageprüfung. Ohne Anleitung ist es schwierig, komplexe Baugruppen manuell zusammenzusetzen. Das Fraunhofer IFF setzt auf optische Techniken zur Montageassistenz. Die Forscher haben ein technisches Assistenzsystem entwickelt, das die Arbeiter bei der Montage unterstützt. Computergenerierte Visualisierungen überlagern das Kamerabild der realen Szene und geben so Hilfestellung. Während der Mensch manuelle Schritte übernimmt, kann der Roboter ortsflexibel die Prüfung durchführen.