Schwerpunkte

Industrie-4.0-Sicherheitsrelais von Pilz

Losgröße 1 jetzt auch bei Sicherheitsschaltgeräten

14. Januar 2021, 20:48 Uhr   |  Andreas Knoll


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Sicherheitslösungen problemlos erstellen und sicher simulieren

Harald Wessels, Pilz
© Pilz

Harald Wessels, Pilz: »Für die Vermarktung des myPNOZ haben wir die Strukturen im Unternehmen angepasst und, wo erforderlich, neue geschaffen.«

Je nach Bedarf können Anwender im myPNOZ Creator Anzahl, Art und logische Verschaltung der Sicherheitsfunktionen festlegen. Das Onlinetool berechnet aus diesen Angaben automatisch, welche Module erforderlich sind und in welcher Reihenfolge sie gesteckt werden müssen. Die Steckreihenfolge ergibt sich aus der Logik der Verknüpfung der Sicherheitsfunktionen. Wegen dieser internen Kombinationslogik sind für die Erstellung keinerlei Programmier-Kenntnisse erforderlich. Das generierte Produkt lässt sich direkt über das Onlinetool bestellen, sprich: Anwender können myPNOZ per Mausklick in ihrer zuvor definierten Zusammenstellung ordern. Vor der Auslieferung bekommt jedes myPNOZ einen eindeutigen Typencode, so dass bei Bedarf derselbe Systemaufbau jederzeit erneut bestellt werden kann.

Mit myPNOZ können Anwender mehrere Sicherheitssensoren überwachen, ohne – wie zuvor – mehrere Schaltgeräte verdrahten zu müssen. Darüber hinaus lassen sich mit myPNOZ mehrere Sicherheitszonen bilden, in denen separat agierende Anlagenteile unabhängig voneinander überwacht werden. Dies trägt dazu bei, die Verfügbarkeit der Anlage zu erhöhen, weil Maschinenteile unabhängig voneinander abgeschaltet werden können.

Das 17,5 mm breite Kopfmodul verfügt bereits über eine übergeordnete Sicherheitsfunktion, die unabhängig von möglichen weiteren Sicherheitszonen auf alle Ausgänge wirkt. Die Ausgangsmodule schalten wahlweise zeitverzögert oder direkt und sind mit Relais- oder Halbleiterausgängen zu haben. Hierbei ermöglicht myPNOZ UND/ODER-Verknüpfungen von Sicherheitsfunktionen, was kundenspezifische Anwendungen ermöglicht.

Die myPNOZ-Module lassen sich über Bus-Stecker miteinander verbinden. Das Kopfmodul versorgt das gesamte System mit Spannung, so dass es als einziges an die Stromversorgung angeschlossen werden muss, was den Verkabelungsaufwand reduziert. Zudem bietet myPNOZ eine erweiterte Diagnose per LED für jedes Modul und für jeden Sicherheitseingang, was die Fehlersuche beschleunigt und die Ausfallzeit reduziert.

Das myPNOZ wirft natürlich die Frage auf: Wozu braucht es dann noch das klassische PNOZ? »Als Faustformel gilt: Eine oder zwei Sicherheitsfunktionen wie etwa Not-Halt und Schutztür lassen sich auch in Zukunft gut und wirtschaftlich über ein klassisches Sicherheitsschaltgerät abdecken«, führt Harald Wessels aus. »Unbedingt aber sollte myPNOZ im Bereich zwischen zwei bis 16 überwachten Sicherheitsfunktionen als effiziente und rentable Alternative in Erwägung gezogen werden. Im Vergleich zu konventionellen Schaltgeräten ist myPNOZ in diesem Segment die flexiblere und ausbaufähigere Variante.«

Seite 2 von 2

1. Losgröße 1 jetzt auch bei Sicherheitsschaltgeräten
2. Sicherheitslösungen problemlos erstellen und sicher simulieren

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Linkedin teilen Via Mail teilen

Verwandte Artikel

Pilz GmbH & Co. KG