Smarte Erntemaschine vom IFF Köpfe werden rollen!

VitaPanther ist auf die Jagd nach reifen Blumenkohlköpfen.
VitaPanther ist auf die Jagd nach reifen Blumenkohlköpfen.

Die Forscher des Fraunhofer-Instituts IFF entwickeln eine Erntemaschine, die zwischen reifen und unreifen Blumenkohlköpfen unterscheidet. »VitaPanther« soll mit Hyperspektralkameras die biochemische Zusammensetzung der Blätter überprüfen, um den Reifegrad des Gemüses zu bestimmen.

Blumenkohl ist wohl etwas schüchtern, denn die Kohlköpfe verstecken sich hinter mehreren Blättern. Dadurch lässt sich nicht sofort erkennen, ob er reif ist oder nicht. Für die Erntehelfer ist das ein großer Aufwand. Pflanze für Pflanze müssen sie die schützenden Blätter zur Seite biegen, um zu erkennen, ob der Kopf reif ist. Im Abstand von zwei bis drei Tagen durchkämmen sie etwa vier bis fünf Mal das Feld, bis auch der letzte Kohlkopf abgeerntet ist. In der Erntezeit brauchen die Landwirte also viele Helfer, doch ist es oft schwierig, genügend Hände für die schwere Arbeit zu finden. Der Einsatz von Maschinen ist auch nicht möglich, denn sie würden das gesamte Feld auf einmal abernten. Jedoch reifen Blumenkohlköpfe unterschiedlich schnell. Eine Erntemaschine würde also auch die kleinen oder unreifen Kohlköpfe ernten – weit vor ihrer Zeit.

Doch eine smarte Erntemaschine soll künftig den Blumenkohl selektiv ernten können. Die Maschine trägt den Namen »VitaPanther«. Sie wird von Forschern am Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) und von ai-solution entwickelt. Ein Prototyp von VitaPanther wird 2017 fertig sein und erprobt werden.VitaPanther erntet die Kohlköpfe wesentlich schneller als Menschen, zudem könnte sie auch über Nacht arbeiten. Den Landwirten bliebe außerdem die Suche nach Helfern erspart. Martin Steig, Landwirt und Geschäftsführer von Steig und einer der späteren potenziellen Anwender des Erntegeräts, hält die Automatisierung in der Landwirtschaft für notwendig. Mit dem Mindestlohn sei die Gemüseernte nicht mehr umsetzbar.