Schwerpunkte

Stephan Noller, Ubirch

»Die Musik spielt in der Industrie!«

05. April 2019, 09:11 Uhr   |  Heinz Arnold


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Verlässliches Submetering: Voraussetzung für neue Geschäftsmodelle

Die da wären?

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Bekannt sind die Modelle, in deren Rahmen der Kunde nicht mehr die Maschinen kauft, sondern die Arbeitszeit. Der IoT-Sensor meldet, wie oft der Gabelstapler Lasten gehoben hat. Auf Basis der Daten von der Maschine erfolgt über ein SAP-System die Rechnungsstellung. Ähnliches gilt für das Submetering: Jeder Maschine muss der Strom exakt zugeordnet werden. Dann lässt sich entsprechend abrechnen – wenn die zugrunde liegenden Daten vertrauenswürdig sind. Auch bei Ladesäulen ist das wichtig. Ob zu Hause, beim Arbeitgeber oder auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt geladen wird, das muss jeweils zugeordnet und entsprechend abgerechnet werden.

A propos Elektroautos: Die Automobilindustrie befindet sich – Stichwort autonomes Fahren, Elektrifizierung – im Umbruch. OEMs überlegen, ob sie zu Energieanbietern werden und den Strom als Paket gleich mit ihren Autos verkaufen. Verlässliches Submetering und vertrauenswürdige Daten vom Sensor bis in die Cloud sind dazu die unabdingbare Voraussetzung. Genau das macht Ubirch.

Das ist aber noch reichlich weit in die Zukunft gedacht.

Da würde ich widersprechen. Die IoT-Welle kommt, mit Sicherheit schneller und größer als gedacht. Dennoch haben sich viele Firmen wohl noch nicht einmal mit der Cloud beschäftigt oder, noch schlimmer, sie meiden sie einfach, aus Sicherheitserwägungen. Ich könnte Ihnen jetzt in einer halben Stunde greifbar demonstrieren, wie das sicher funktioniert – und zwar nicht auf PowerPoint-Präsentationen, sondern live und in der Realität.

Sie meinen also, die Hürden schnell überwinden zu können, die gerade im Maschinenbau ja noch stark vorhanden sind?

Wir bauen die Angst vor der Cloud ab und zeigen den Maschinenbauern, wie IoT sicher funktioniert. Wir demonstrieren ihnen, wie sie sich Daten nutzbar machen können, wie diese Daten sie zu ganz neuen Erkenntnissen führen und sich monetarisieren lassen. Die Hersteller und Anwender von Lüftern etwa könnten diese in den Maschinen über Submetering kontinuierlich überwachen und vorausschauende Wartung durchführen. Wenn eine Maschine ausfällt, der Lüfterhersteller aber nachweisen kann, dass seine Lüfter einwandfrei gelaufen sind, ist das wiederum interessant für Versicherungen. So entstehen grenz- und branchenübergreifende Geschäftsmodelle.

Das sollte doch eigentlich schon heute möglich sein, es hat sich aber in vielen Fällen herausgestellt, dass es dann doch nicht funktioniert. Will diese Vision zu viel auf einmal?

Es ist richtig, es gibt kaum jemanden, der so etwas wie „Machine as a Service“ anbietet. Dieser Bereich wird meiner Einschätzung nach aber in fünf Jahren schon einen signifikanten Anteil erobert haben. Wenn uns das Internet bisher eines gelehrt hat, dann das: Internet-basierte Anwendungen kommen wie eine Welle, dann sind sie plötzlich da und verändern ganze Märkte und Branchen. Wer sich erst zu diesem Zeitpunkt überlegt, vielleicht auch einmal in diese Richtung zu gehen, für den ist es dann zu spät. Die Unternehmen, die betroffen sein könnten, sollten jetzt bereits daran arbeiten, entsprechende Geschäftsmodelle zu entwickeln. Etwa wie sie ein Paket für die Maschinen schnüren können, die den Elektrizitätsverbrauch gleich mit anbieten. Dann müssen sie schnell entscheiden, welche Techniken sie dazu einsetzen müssen. Wenn es um neue Geschäftsmodelle in der Industrie und im Energieumfeld geht, genau dann ist Ubirch der richtige Ansprechpartner.

So sieht die Praxis aus
Stephan Noller wird in seinem Vortrag auf dem „2. Markt&Technik Blockchain Summit powered by NürnbergMesse“ am 8. Mai 2019 in Nürnberg genau erklären, wie die neue Methode von Ubirch funktioniert und wie sie sich einfach in Industrie-4.0-Umgebungen implementieren lässt.

Auf dem Blockchain-Summit erfahren Sie im Rahmen von Vorträgen, anhand praxisnaher Beispiele und im Rahmen von Workshops, wie sich die Blockchain-Technik auf die Anforderungen in Ihrem industriellen Umfeld anpassen lässt und wie Sie schnell in diese Technik einsteigen können. Denn wie Stefan Noller im Interview erklärt: »Die IoT-Welle kommt mit Sicherheit schneller und größer als gedacht.« Bereiten Sie sich also jetzt schon darauf vor! Und zwar nicht in Trockenkursen über PowerPoint-Präsentationen, sondern live und in der Realität. Außerdem haben Sie an diesem Tag die Gelegenheit, sich mit Blockchain-Experten und -Anwendern zu vernetzen, die die Hürden, aber auch die Vorteile der Technik genau kennen. Mehr dazu erfahren Sie unter www.blockchain-summit.de.

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