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Den Code-Fehlern auf der Spur

26. Oktober 2015, 10:24 Uhr   |  Manne Kreuzer


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Auswirkungen von IoT und Industrie 4.0

Hat sich im Kontext mit der steigenden Software-Komplexität auch die Beziehung zu Kunden und Partnern verändert?

Thomas Bauch: Zum Teil ja. Vor allem im Automotive-Umfeld sind heute im Rahmen des Wertschöpfungsprozesses der Steuergeräte-Softwareentwicklung hinsichtlich Variabilität des Werkzeuges, offener Schnittstellen, hoher Stabilität und Erweiterbarkeit im Hinblick auf vielleicht erst später erforderliche Spezifikationen wesentlich mehr Anpassungsmöglichkeiten als früher erwünscht. Dieser Trend hatte schon die letzten Jahre einen maßgeblichen Einfluss auf unsere Produktentwicklung.

Welche Auswirkungen haben IoT und Industrie 4.0 für einen Tool-Anbieter wie PLS?

Dr. Stefan Weiße: Die zunehmende Integration höherer Verarbeitungsfunktionen in der Sensorik und Aktorik auf Basis von Mikrocontrollern beschäftigt uns schon seit mehr als 10 Jahren. Das Thema ist also beileibe nicht so neu, wie die derzeitige Diskussion vermuten lässt, und es werden vermutlich auch noch mindestens vier, fünf Jahre ins Land ziehen, bis sich hier wirkliche Standards etabliert haben. Fakt ist, das durch IoT und Industrie 4.0 die Themen Sicherheit und Verlässlichkeit noch mehr an Bedeutung gewinnen werden. Hier sehen wir uns allerdings für die Zukunft bestens gerüstet. So unterstützt unser Debugger beispielsweise auch verschiedene Sicherheitssysteme moderner Multicore-SoCs wie Lock-Step-Cores oder spezielle Hardware-Security-Module. Ich bin davon überzeugt, dass wir als Anbieter von High-End-Test- und Debug-Tools von dieser Entwicklung überproportional profitieren werden, weil die Implementierung immer komplexerer Produktfunktionen entsprechend leistungsfähige Tools voraussetzt.

Erfordern die immer komplexeren Anwendungen nicht auch einen überproportionalen Betreuungsaufwand?

Thomas Bauch: In der Regel klappt das ganz hervorragend. Muss es auch, denn der erstklassige weltweite technische Support unserer Kunden ist schließlich eine wesentliche Säule unseres erfolgreichen Geschäftsmodells. Natürlich kommt uns in diesem für die tägliche Arbeit der Entwickler enorm wichtigen Punkt ein Stück weit auch die hohe Modularität unserer Produktpalette zugute. Noch wichtiger aber sind motivierte, exzellent ausgebildete Mitarbeiter mit langjähriger Entwicklungserfahrung, die nicht nur unsere eigenen Produkte, sondern auch die von uns unterstützten Mikrocontroller- Architekturen sehr gut kennen. Bei PLS ist nach wie vor sowohl in der Entwicklung als auch im Support ein abgeschlossenes Studium Usus. Unsere Fluktationsrate tendiert gegen Null. Das zeigt, dass uns nicht nur die Kundenzufriedenheit, sondern auch die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter am Herzen liegt.

Welche Pläne hat PLS für die nächsten 25 Jahre?

Thomas Bauch: Ich bin der festen Überzeugung, dass für PLS als Anbieter von High-End Test- und Debug-Tools ein gewisser Technologievorsprung unabdingbar ist, um auch langfristig erfolgreich bleiben zu können. Ob dieser Vorsprung letzten Endes ein oder zwei Jahre beträgt, ist dabei gar nicht so entscheidend. Wichtig ist nur, dass wir mit unseren Produkten zum richtigen Zeitpunkt immer wieder neue Maßstäbe setzen können.

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2. Andere Wege
3. Auswirkungen von IoT und Industrie 4.0

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