Feste IP-Adresse ab Stückzahl 1

Die Vergabe fester IP-Adressen zur Adressierung von Endgeräten über das Internet lohnte sich bis dato nur bei Großprojekten. Über einen neuen Mobilfunkdienst lässt sich dieser M2M-Ansatz nun bereits ab einer Maschine wirtschaftlich einsetzen.

Die Vergabe fester IP-Adressen zur Adressierung von Endgeräten über das Internet lohnte sich bis dato nur bei Großprojekten. Über einen neuen Mobilfunkdienst lässt sich dieser M2M-Ansatz nun bereits ab einer Maschine wirtschaftlich einsetzen.

Seit geraumer Zeit ist im GSM-Mobilfunknetz eine stark rückläufige Preisentwicklung zu verzeichnen. Dadurch motiviert, erkennen immer mehr Anwender aus dem M2M-Umfeld, dass das Funknetz weit mehr zu bieten hat als die bloße Sprachübertragung und das Versenden von SMS-Nachrichten. Allerdings gab es bisher einen Haken für die M2M-Kommunikation: Die mangelnde Erreichbarkeit der Anlage im Feld vom Internet aus. Bei Sprach- und Modemverbindungen (CSD, Circuit Switched Dialling) gibt es eine Telefonnummer, die von einer Zentrale aus angerufen werden kann. Bei IP-Verbindungen über GPRS (General Packet Radio System) ist dies nicht möglich, denn zum Schutz der Anwender vor unerwünschtem Datenverkehr haben die Netzbetreiber die Erreichbarkeit eines Handys beziehungsweise Funkmodems vom Internet aus eingeschränkt. In der Regel sind im GPRS/UMTS-Netz nur Verbindungen möglich, die vom Handy aus in das öffentliche Internet gehen und nicht umgekehrt. Zudem ist es vollkommen dem Zufall überlassen, welche IP-Adresse einem Endgerät beim Verbindungsaufbau zugeordnet wird. Somit ist das Endgerät nicht eindeutig identifizierbar, was zum Surfen oder zum Abrufen von E-Mails zwar völlig ausreicht, für die effiziente M2M-Kommunikation aber das K.o.-Kriterium ist. Ebenso wurde bislang seitens der Netzbetreiber die Kommunikation über GPRS von zwei Mobilstationen untereinander sowie zwischen Mobilgeräten in verschiedenen Netzen (zum Beispiel T-Mobile und Vodafone) unterbunden. Dies alles erschwerte einen flexiblen Einsatz der GPRS-Technologie in M2MAnwendungen erheblich oder machte ihn sogar schlichtweg unmöglich.