Schwerpunkte

Die zweite Generation

19. Dezember 2007, 15:41 Uhr   |  Jens Rothenburg


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Intelligente Kommunikation

Vielfach dient die Sicherheitstechnik nicht nur zur Absicherung, sondern gleichzeitig auch für die Automatisierungstechnik. Ein Beispiel ist eine Anlage, die im Pendelbetrieb gefahren werden soll. Das Schließen einer Schutztür in der linken Anschlagstellung startet die linke Fertigungszelle, der rechte Anlagenteil wird solange sicher abgeschaltet. Befindet sich die Schutztür dagegen in der rechten Stellung, wird der linke Teil der Anlage sicher abgeschaltet und dafür die rechte Fertigungszelle gestartet. Bei Anlagen, bei denen eine hohe Performance gefordert ist, muss dieser Start innerhalb weniger 100 ms realisiert werden. Aufgrund des Safety-at-Work-Konzepts war dieser wechselweise Start bislang jedoch schwer zu programmieren und zudem mit bis zu 4 s sehr langsam.

Die neuen Monitore realisieren ein solches Umschalten dank interner Änderungen an Software und Diagnose mit etwa 10 ms sehr schnell. Alle notwendigen Daten stehen im Monitor bereit und können direkt von der Maschinensteuerung verarbeitet werden.
Auch die Möglichkeit, zwei AS-Interface-Netzwerke sicher miteinander zu koppeln, wird mit den neuen Geräten verbessert, weil anstelle von bisher einer Koppelmöglichkeit nun zwei zur Verfügung stehen. Da sich der Generation-II-Monitor wahlfrei mit Spannung aus einem der beiden Netze versorgt, können bei Ausfall eines Netzes dennoch klare Diagnose-Informationen angezeigt werden.

Der Security-Aspekt

Ebenfalls optimiert wurde der Bereich Security. Während im Monitor der ersten Generation der Zugriff über einen einfachen Passwortschutz abgesichert war und die einzige Kontrolle der Versionen respektive Konfigurationen über die Programmiersoftware „ASiMon“ möglich war, stehen in den neuen Geräten Prüfsummen auch als Diagnose-Information für die Maschinensteuerung zur Verfügung. Somit kann die Steuerung vorgenommene Änderungen jederzeit erkennen. Dies kann zum einen als Information für ein Logbuch dienen und zum anderen dazu genutzt werden, eine Änderung vollständig zu sperren – wobei eine solche Sperrung auch über das Menü im Display erfolgen kann.

Eine weitere Ebene der Absicherung ist die neu geschaffene Möglichkeit, eine PIN zu vergeben, mittels derer beispielsweise der Zugang auf einzelne Menü-Ebenen per Passwort gesperrt werden kann. (Inka Meyerholz)

Jens Rothenburg

ist Produktmanager Sicherheitstechnik bei Euchner in Leinfelden.

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