Achema 2015 Die Trends in der Prozessindustrie

Rund 167.000 Besucher kamen auf die vergangene Achema 2012. Wie in diesem Jahr waren 3.800 Aussteller vor Ort.

International, interdisziplinär und innovativ – so will sich die Achema 2015, die vom 15. bis 19. Juni in Frankfurt/Main stattfindet, präsentieren. Ein neues Kongress-Format soll die Diskussionen näher an die Aussteller und die Besucher bringen.

Ab dem 15. Juni 2015 präsentieren wieder knapp 3.800 Aussteller auf rund 132.000 m² eine Woche lang Produkte, Technologien und Know-how rund um die Prozessindustrie. Mehr als 50 % der Aussteller werden diesmal aus dem Ausland erwartet – das wäre ein neuer Rekord. Verantwortlich dafür ist vor allem China, das mit Italien um die zweithöchste Ausstellerzahl nach Deutschland konkurriert. Insgesamt beteiligen sich Aussteller aus 55 Ländern. Die größte Ausstellungsgruppe bleibt unangefochten der Bereich 'Pumpen, Kompressoren und Armaturen'.

Gewachsen ist die Mess-, Regel- und Prozessleittechnik – eine Entwicklung, die angesichts des Trends zur Automa­tion nicht überrascht.

Die Top-Trends der Branche definiert der Veranstalter wie folgt: Die Modularisierung und Automatisierung von Anlagen und Prozessen sowie die Energie- und Ressourceneffizienz und die integrierte Prozessentwicklung – Entwicklungen, die eine weitere Vernetzung verschiedener Branchen und Disziplinen voraussetzen. Die Veranstalter haben für dieses Jahr drei Fokusthemen-Schwerpunkte gesetzt, die sich durch alle Ausstellungsgruppen ziehen: Innovative Prozessanalytik, industrielles Wassermanagement und die Biobased World als Plattform für die biobasierte Industrie und die Biotechnologie sind in der Ausstellung und im Kongress an verschiedensten Stellen zu finden. Mit Sonderpublikationen, Markierungen und der Darstellung in der Achema-App liefern die Organisatoren Hintergrundinformationen und Orientierungshilfen für Besucher, die besonders an diesen Themen interessiert sind.

Der Blick auf Energie- und Ressourceneffizienz einschließlich des industriellen Wassermanagements führt mehr und mehr zur Integration von Prozessen. Die Rückgewinnung von Wärme und Rohstoffen und eine immer weitreichendere Schließung von Kreisläufen setzen voraus, dass Energie-, Stoff- und Wärmeströme von Beginn an in ihrer Gesamtheit betrachtet und designt werden. Dabei werden nicht mehr nur einzelne Prozesse miteinander verknüpft, sondern ganze Anlagen und Standorte vernetzt geplant.

Zusätzlich gibt es Bestrebungen, in der Prozessführung auf wechselnde Energie- und Rohstoffangebote reagieren zu können.