Schwerpunkte

Die Namur-Sensoren #####

20. Dezember 2007, 07:22 Uhr   |  Stefan Kuppinger


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Leidensdruck bei der Geräteparametrierung

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage zeigt, dass den Anwendern die Gerätebedienung und -Diagnose wichtig sind. „Komplexe Feldgeräte mit teilweise bis zu 1000 Parametern sind über ein kleines Display und einige Tasten vor Ort nicht mehr sinnvoll einstellbar“, zeigt Michael Pelz von Clariant die Problematik auf. Umso wichtiger wird eine zentrale Gerätebedienung, die wiederum eine funktionierende Kommunikation zu den Feldgeräten und einwandfreie Integration in die verschiedenen Leitsysteme und Wartungstools voraussetzt. Schließlich setzen alle Instandhaltungsstrategien wie Asset Management, Betriebsführungssysteme sowie eine vereinfachte und schnellere Inbetriebnahme auf diesen Technologien auf. „Wenn die Gerätekommunikation so ein wichtiger Baustein in der Strategie vieler Unternehmen ist, müssen Kommunikation und Integration aber auch stabil und zuverlässig sein,“ mahnt Pelz mit Blick auf eine Untersuchung von insgesamt 26 großen Feldbus Installationen: Neben allgemeinen Problemen mit dem Physical-Layer und der Elektronik zeigt die Auswertung, dass die Probleme mit der Geräte-Integration zunehmen.

Bei der Geräte-Integration haben sich zwei Integrationsmethoden etabliert: EDDL und DTM. Die Probleme liegen in der mangelnden Interoperabilität zwischen den Feldgeräten und den verschiedenen Bediensystemen, der uneinheitlichen Darstellung der Bedienoberflächen eines Geräts in verschiedenen Bedientools und der Versions-Problematik.

EDDL und FDT/DTM im Praxistest

Dies belegt auch der von der niederländischen International Instrument Users Association (WIB) zusammen mit Shell durchführten Technologie-Vergleich zwischen FDT/DTM und EDDL. Untersucht wurde die Integration von vier Feldgeräten über DD (Device Description) und EDDL beziehungsweise DTM (Device Type Manager) in die Engineering Werkzeuge von fünf verschiedenen Leitsystemen (CS3000/Yokogawa, Delta V/Emerson, IACC/Invensys Experion PKS/Honeywell sowie 800xA/ABB) sowie in drei Standalone-FDT-Rahmenapplikationen (Fieldmate/Yokogawa, Pactware (P+F) und Fieldcare/Metso, E&H).

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