Prozesslösungen für die gesamte Wertschöpfungskette Der Materialfluss muss laufen!

Ein »DriveTag«-Label auf einem bei ITM Poland im Einsatz befindlichen Elektroantrieb von SEW-Eurodrive
Ein »DriveTag«-Label auf einem bei ITM Poland im Einsatz befindlichen Elektroantrieb von SEW-Eurodrive

SEW-Eurodrive ergänzt seine Elektroantriebe um komplementäre Produkte und Dienstleistungen - genannt »DriveBenefits« - für die gesamte Wertschöpfungskette. Stefanie Schorb erläutert das »DriveBenefits«-Konzept und die »DriveTags«, Barcode-Labels, die den internen Materialfluss beim Kunden unterstützen.

Die »DriveBenefits« decken den gesamten Produktlebenszyklus ab - von Engineering und Auswahl bis hin zu Betrieb und Ersatzteil-Management. Ein Aspekt sind die »DriveTags«, Labels mit aufgedruckten Barcodes, die auf das Produkt aufgeklebt werden und diverse Informationen für einen reibungslosen Materialfluss enthalten.

Stefanie Schorb, Business Process Manager bei SEW-Eurodrive in Bruchsal, erläutert das Konzept der »DriveBenefits« und informiert über Technik und Nutzen der »DriveTags«.

Markt&Technik: Welche Bestandteile umfasst das Konzept »DriveBenefits«?

Stefanie Schorb: »DriveBenefits« ist ein Mehrwert-Portfolio, das ausgerichtet an der Wertschöpfungskette des Kunden alle Phasen von Engineering und Auswahl über Bestellung und Beschaffungslogistik sowie Materialfluss und Inbetriebnahme bis hin zu Betrieb und Ersatzteil-Management unterstützt. Die insgesamt 14 Elemente lassen sich je nach Kundenanforderung individuell kombinieren, so dass sich für jeden Kunden das größtmögliche Optimierungspotential ausschöpfen lässt.

Welche Alleinstellungsmerkmale zeigt das Konzept?

Die Bündelung vielfältiger Prozessmehrwerte über die gesamte Wertschöpfungskette des Kunden im »DriveBenefits«-Portfolio ist aus unserer Sicht einzigartig in der Antriebstechnik-Branche. Auch die Durchgängigkeit und Vernetzung der einzelnen Tools sehen wir als Alleinstellungsmerkmal. So kann der Kunde bereits bei Online- Produktanfragen über den »DriveConfigurator« seine Materialnummer eingeben. Diese erhält er dann automatisch auf allen Dokumenten, etwa dem Angebot, zurückgespiegelt. Den vollen Mehrwert erzeugt letztlich die Anbringung der Materialnummer direkt am Produkt mit den »DriveTag«-Labels.

Welche Anwendungsmöglichkeiten und Prozessvereinfachungs-Chancen eröffnen die »DriveTags«?

Die »DriveTags« unterstützen den internen Materialfluss beim Kunden. Bei ihnen handelt es sich um funktionale Labels mit aufgedruckten Barcodes, die verschiedene Informationen enthalten und direkt auf Antrieben und/oder Packstücken von SEW-Eurodrive angebracht werden. Die Labels vereinfachen dem Kunden die richtige Zuordnung der Komponenten und sparen so Zeit im Wareneingang. Darüber hinaus können sie auch die Ein- und Auslagerung sowie den Montageprozess beim Kunden unterstützen. Weil die Informationen auf den »DriveTags« auch nach Einbau der Antriebe in einer Maschine gut lesbar bleiben, können die Labels auch den späteren Betrieb und/oder das Ersatzteil-Management beim Kunden unterstützen.

Sind andere Bestandteile und Funktionen, etwa eine RFID- bzw. Transponder-Funktion, in den »DriveTags« mit integriert?

Die für unsere Kunden relevanten Informationen (etwa die Bestellnummer oder Materialnummer) sind immer sowohl als Barcode als auch als Klartext aufgedruckt. Bei den Packstück-Labels handelt es sich um Papier-Labels (Größe DIN A6). Die Labels, die direkt auf die Produkte geklebt werden, bestehen aus einem hochwertigen, folienähnlichen Material (kein Papier), so dass sie auch später, wenn ein Produkt bereits längere Zeit in einer Anlage im Betrieb ist, noch lesbar sind. Andere Funktionen wie RFID sind aktuell nicht integriert.

Welche Arten von Codes können auf den »DriveTags« verankert sein?

SEW bietet standardmäßig vier Code-Arten an, aus denen der Kunde den für ihn passenden auswählen kann. Zur Wahl stehen die beiden Strichcodes C39 und C128 sowie die 2D-Codes PDF417 und Data-Matrix. Über diese in der Industrie häufig verwendeten Code-Arten hinaus können wir auf Kundenwunsch auch eine Vielzahl anderer Codes realisieren.

Welche Arten von Lesegeräten können dementsprechend das »Gegenstück« bilden?

Als Lesegeräte kommen grundsätzlich alle gängigen Code-Scanner in Frage. Die Bandbreite reicht hier von einfachen Handscannern, die per USB an einen PC angeschlossen werden, über die in der Industrie üblichen Handheld-Geräte mit Scan-Funktion bis hin zu Smartphones mit entsprechenden Applikationen. Entscheidend ist aus Kundensicht, eine Integration zwischen dem Scanner und der jeweils genutzten IT-Anwendung (z.B. dem ERP-System) herzustellen, so dass die kompletten Automatisierungs-Potenziale der »DriveTag«-Labels ausgeschöpft werden können.

Ist die auf den »DriveTags« mögliche Klarschrift für Mitarbeiter oder für Bildverarbeitungssysteme gedacht?

Standardmäßig sind alle Informationen auf den »DriveTag«-Labels sowohl als Barcode als auch in Klarschrift aufgedruckt, so dass die Mitarbeiter auf einen Blick die benötigten Informationen ablesen können. Die maschinelle Auslesung der Informationen erfolgt ausschließlich über die Barcodes und entsprechende Scanner.

SPS IPC Drives, Halle 3, Stand 320