Deutscher Maschinenbau Chinas 12. Fünf-Jahres-Plan und die Auswirkungen

Viele deutsche Firmen aus dem Umfeld des Maschinenbaus und der Automatisierungstechnik sind heute schon mit eigenen Werken in China präsent – wie zum Beispiel Festo in Jinan.

Die Impuls-Stiftung des VDMA hat heute eine Studie veröffentlicht, die von der Droege Group China durchgeführt wurde. Sie geht der Frage nach, welche Chancen und Risiken der 12. Fünf-Jahres-Plan Chinas, an dessen Umsetzung und Detaillierung derzeit gearbeitet wird, für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau birgt.

Als der VDMA vor fünf Jahren eine Studie über Chinas Innovationsstrategien vorgestellt hatte, stand das Land noch auf Platz vier der Rangliste der weltgrößten Maschinenbauländer. „Inzwischen ist China mit einem Umsatz von 563 Milliarden Euro mit Abstand der weltweit größte Maschinenproduzent“, so VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner anlässlich der Vorstellung der Studie ‚Implications of the 12th Five-Year-Plan for German Machinery Manufactures‘. In den Jahren 2006 bis 2010 steigerte China das BIP um 115 Prozent. Treiber dieses Wachstums waren maßgeblich staatliche Infrastrukturmaßnahmen, nicht private Investitionen, nicht Innovationen und nicht Konsum.

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China und der deutsche Maschinenbau

Entwicklung des weltweiten Maschinenbaumarktes mit Fokus auf China.

„Dieses Verhalten hat weltweit zu spürbaren Überkapazitäten in Industrien wie zum Beispiel Stahl und Zement geführt“, berichtet Jörg Nürnberg von der Droege-Group-China, der die Studie im Auftrag der Impuls-Stiftung des VDMA durchführte. Ziel Chinas sei es, bis 2015 Maschinen nicht mehr nur im unteren Preissegment anzubieten, sondern auch „State of the art“-Technologie zu liefern. Das würde auch den deutschen Maschinenbau treffen. „Auf dem Weg zu diesem neuen Niveau wird China, wie in der Vergangenheit, Überkapazitäten und landesinternen Wettbewerb schaffen, welcher auf den Weltmärkten für starke Verzerrungen sorgen wird“, betonte Nürnberg. „So ist China mittlerweile der größte Hersteller von Werkzeugmaschinen und hat deshalb seine Exportziele auf vier Milliarden US-Dollar für 2015 fixiert. Das ist acht Mal so viel wie im Jahr 2010.“