Schwerpunkte

Industrielle Bildverarbeitung

Machine Vision wird autonom

18. November 2019, 11:16 Uhr   |  Andreas Knoll


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Bisher ungekannte Vorteile für Hersteller

Wie funktioniert das System?

Die Einrichtung lässt sich in 30 bis 60 Minuten ohne externe Überwachung durchführen. Der Benutzer schaltet einfach den Controller ein und stellt sicher, dass das Sichtfeld den zu untersuchenden Bereich abdeckt. Anschließend erfasst er ein fehlerfreies Beispielprodukt im Sichtfeld und markiert mit der Maus den Bereich, der geprüft werden soll.

Die KI der Videosensor-Optimierung passt automatisch die Beleuchtungs- und Kameraparameter an das zu untersuchende Produkt und die Umgebungsbedingungen an, um ein Bild zu bekommen, bei dem Fokus, Schärfentiefe, Belichtung und Dynamikumfang möglichst optimal sind.

Eine Erkennungs- und Ausrichtungs-KI erkennt anhand eines einzigen Bildes autonom das Produkt in einem dreidimensionalen Raum. Dadurch kann der Benutzer Produkte als Referenzen fehlerfreier Beispiele hinzufügen, auch wenn sich ihr Standort oder ihre Ausrichtung von den früheren unterscheidet, während das System das Produkt automatisch auch bei hoher Beanspruchung erkennt.

Anstatt zu lernen, wie mögliche Abweichungen aussehen, lernt das System, wie ein perfektes Produkt aussehen sollte, und informiert die Benutzer über Abweichungen von diesem Standard. »Das vereinfacht die Erfassung, weil Hersteller vielleicht nicht immer Beispielprodukte aller Arten von Abweichungen haben«, betont Yonatan Hyatt. »Das Inspekto S70 erfordert nur fehlerfreie Beispielprodukte, die in jeder Fertigungsanlage in großer Zahl vorhanden sind. Wenn ausreichend Daten erfasst wurden, benachrichtigt das System den Benutzer automatisch und die Prüfung kann beginnen.«

Was sind die Vorteile für Hersteller?

AMV bringt Herstellern bisher ungekannte Vorteile: »Entwicklung, Produktion, Installation und Test früherer Lösungen haben mehrere Monate bis zu einem Jahr gedauert, aber das Inspekto S70 lässt sich in Minuten installieren, während die Produktion weiterläuft, sodass keine Ausfallzeit entsteht«, verdeutlicht Yonatan Hyatt. »Außerdem kostet das System nur 9720 Euro, wohingegen der Preis herkömmlicher Lösungen bis zu 150.000 Euro betragen kann, was sie für kleine und mittlere Unternehmen unrentabel macht.«

Weil es nur geringe Kosten verursacht und leicht zu installieren ist, können Werksleiter an jeder wichtigen Verbindungsstelle ein Inspekto S70 positionieren, nicht nur am Ende der Produktionslinie. »Dies ermöglicht eine umfassende Qualitätskontrolle bei jedem Produktionsschritt«, stellt Yonatan Hyatt fest. Das S70 lässt sich bei Bedarf auch von einem Verbindungspunkt zum anderen bewegen. Weil AMV-Systeme nicht produktspezifisch sind, ist das S70 zum Prüfen verschiedener Produkte an einem Standort und sogar in einer Fertigungsanlage nutzbar, was eine hohe Flexibilität ermöglicht.

»Indem das Inspekto S70 Lösungen für alle größeren Schwächen traditioneller industrieller Bildverarbeitung bietet – hohe Kosten, fehlende Flexibilität, lange Installation und erforderliche externe Experten –, gibt Inspekto als erster Anbieter eine konkrete Antwort auf die Qualitätssicherungsanforderungen der Hersteller«, resümiert Yonatan Hyatt.

Seite 2 von 2

1. Machine Vision wird autonom
2. Bisher ungekannte Vorteile für Hersteller

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Linkedin teilen Via Mail teilen

Verwandte Artikel

Inspekto