Schwerpunkte

Industrielle Bildverarbeitung

Die Augen der Industrie 4.0

21. November 2016, 23:00 Uhr   |  Andreas Knoll


Fortsetzung des Artikels von Teil 3 .

Bildverarbeitung per App

Detlef Deuil, Sick: »Die Bildverarbeitungssysteme werden sich vor dem Hintergrund von Losgröße 1 noch flexibler an die Zielapplikationen anpassen müssen.«
© Sick

Detlef Deuil, Sick: »Die Bildverarbeitungssysteme werden sich vor dem Hintergrund von Losgröße 1 noch flexibler an die Zielapplikationen anpassen müssen.«

Apps und Mobile Devices werden künftig auch in die industrielle Bildverarbeitung vordringen – dies prognostiziert Detlef Deuil, Leiter Produktmanagement Vertical Integration bei Sick, und erläutert die Hintergründe.

Markt&Technik: Welche Aufgaben wird die Bildverarbeitung in der Industrie 4.0 erfüllen?
Detlef Deuil: Meiner Meinung nach wird an der Bildverarbeitung kein Weg vorbeiführen, um Objekte in der Fabrik- oder Logistik-Automatisierung umfänglich zu erfassen, etwa für Qualitätskontrolle, zur vorausschauenden Wartung und zur Prozessoptimierung.

Welche Konsequenzen ergeben sich durch Industrie 4.0 für Bildverarbeitungssysteme?
Die Bildverarbeitungssysteme werden sich vor dem Hintergrund von Losgröße 1 noch flexibler an die Zielapplikationen anpassen müssen. Um die Komplexität etwa für die Maschinenbediener zu reduzieren, muss es neue Konzepte geben. Wir haben beispielsweise das Ecosystem „SICKAppSpace“ entwickelt, das es Anwendern ermöglicht, selbst Applikationslösungen speziell für ihre Bedürfnisse und für die Anforderungen ihrer Aufgaben zu entwickeln. Es handelt sich dabei um eine Sensor-App zugeschnitten auf die Zielapplikation und den Maschinenbediener.

Wie werden sich Vision-Sensoren und Smart Cameras auf dem Weg zur Industrie 4.0 entwickeln?
Es werden weiterhin alle Produktkategorien im Markt vertreten sein. Vision-Sensoren werden deutlicher applikationsspezifischer ausgeprägt sein. Die Code-Leser auf Kamera-Basis haben hier ein Stück weit die Richtung vorgegeben im Sinne von einfacher Inbetriebnahme und Marktakzeptanz.
Die Smart Cameras werden den Integratoren und OEMs nach wie vor eine universelle Möglichkeit zur Lösung von Bildverarbeitungsaufgaben im Sinne von Vielfalt oder auch Komplexität bieten. Spannend wird hier das Thema einfache Bedienbarkeit im Sinne von Losgröße 1 innerhalb Industrie 4.0.

Welche Rolle spielen Mobile Devices und Apps in der industriellen Bildverarbeitung – jetzt und in Zukunft?
In Smart Factories werden Betreiber und Bediener die wegen der digitalen Transformation entstehende Datenflut beherrschen und verstehen müssen. Transparenz wird hier eine große Rolle spielen. Mobile Geräte wie Tablets, Smartphones oder Wearables werden sicherlich zur Standardausrüstung gehören.
Apps in der industriellen Bildverarbeitung werden ein Element sein, um die heute wahrgenommene Komplexität zu reduzieren. Beim Anwender bzw. Maschinenbediener werden sie zu höherer Akzeptanz führen.

SPS IPC Drives: Halle 7A, Stand 340

Seite 4 von 6

1. Die Augen der Industrie 4.0
2. Ein Sehorgan für drei Aufgaben
3. Daten für die Prozessoptimierung
4. Bildverarbeitung per App
5. Schon jetzt für Industrie 4.0 geeignet
6. Parametrieren per App

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Smartphones als Bildverarbeitungs-Tools?
Mindestens 8 Prozent Wachstum im Jahr 2016

Verwandte Artikel

Turck GmbH, SensoPart Industriesensorik GmbH, ifm electronic gmbh, HANS TURCK GmbH & Co. KG, STEMMER IMAGING AG, Balluff GmbH, SICK Vertriebs-GmbH, Sensopart Industriesensorik GmbH