Schwerpunkte

Industrielle Bildverarbeitung

Die Augen der Industrie 4.0

22. November 2016, 00:00 Uhr   |  Andreas Knoll


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Daten für die Prozessoptimierung

Christian Ott, SensoPart Industriesensorik: »Bildverarbeitungssysteme in der Industrie 4.0 müssen schnell und einfach auf sich ändernde Produkte reagieren können.«
© SensoPart

Christian Ott, SensoPart Industriesensorik: »Bildverarbeitungssysteme in der Industrie 4.0 müssen schnell und einfach auf sich ändernde Produkte reagieren können.«

Die nötigen Daten liefern, um Prozesse inline steuern und optimieren zu können – Christian Ott, Leiter Produktmanagement Vision bei SensoPart Industriesensorik, betrachtet dies als Hauptaufgabe von Bildverarbeitungssystemen in der Industrie 4.0.

Markt&Technik: Für welche Aufgaben wird die Bildverarbeitung in der Industrie 4.0 zuständig sein?
Christian Ott: Die Bildverarbeitung wird in der Industrie 4.0 eine zentrale Rolle spielen. Um Prozesse inline zu steuern und zu optimieren, muss die Bildverarbeitung entsprechende Daten und Messwerte liefern. Fehler im Prozess sollen möglichst früh erkannt werden, bevor die Teile weiterverarbeitet werden. Auch das Thema Teile-Handling wird im Rahmen von Industrie 4.0 ein wichtiger Aspekt werden. Die Bildverarbeitung wird als „Auge des Roboters“ Daten liefern, um Teile zu greifen oder zu positionieren. Die Kunden legen letzten Endes Wert auf Qualität bei den produzierten Produkten und eine flexible und effiziente Produktion.

Welche Fähigkeiten müssen Bildverarbeitungssysteme für Anwendungen in der Industrie 4.0 haben?
Ein entscheidender Punkt bei den Bildverarbeitungssystemen im Rahmen von Industrie 4.0 ist das Thema Schnittstellen und Datenkommunikation bei der Vernetzung der verschiedenen Anlagenkomponenten. Die Systeme werden direkt in die Fertigungslinien integriert werden und Daten über Industrial-Ethernet-Protokolle wie etwa Profinet oder EtherNet/IP austauschen. Die Bildverarbeitungssysteme in der Industrie 4.0 müssen auch schnell und einfach auf sich ändernde Produkte reagieren können, etwa durch verschiedene Prüfprogramme, die direkt auf dem System hinterlegt sind, oder durch die Möglichkeit, einfache Anpassungen kundenseitig oder automatisiert selbst vornehmen zu können.

Warum bieten sich Vision-Sensoren für Anwendungen in der Industrie 4.0 an?
Wegen ihrer kompakten Bauform und der Integration von Optik und Beleuchtung direkt in das Gerät eignen sich Vision-Sensoren und Smart Cameras für die Integration in die Anlage. Die komplette Intelligenz steckt im Vision-Sensor, und es ist kein separater PC für die Auswertung nötig. Unsere Vision-Sensoren der Serie Visor bieten schon heute integrierte Kommunikationsschnittstellen wie TCP/IP, Profinet oder EtherNet/IP. Viele Anforderungen, die im Rahmen von Industrie 4.0 für die Bildverarbeitung relevant werden, lassen sich mit Vision-Sensoren wirtschaftlich umsetzen.

Werden Mobile Devices und Apps sich künftig auf die Visualisierung beschränken oder werden sie auch »echte« Bildverarbeitungs-Aufgaben übernehmen?
Stand heute ist für die Kunden besonders das Thema Visualisierung auf mobilen Geräten mit unterschiedlichsten Betriebssystemen oder direkt in der Bedienoberfläche der Anlagensteuerung etwa per Web Viewer wichtig. Anstatt stationären Rechnern an jeder Station sehen wir in Zukunft einen Trend zu mobilen Devices, die flexibel eingesetzt werden können.

SPS IPC Drives: Halle 4A, Stand 136

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1. Die Augen der Industrie 4.0
2. Ein Sehorgan für drei Aufgaben
3. Daten für die Prozessoptimierung
4. Bildverarbeitung per App
5. Schon jetzt für Industrie 4.0 geeignet
6. Parametrieren per App

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