Schwerpunkte

Für die automatisierte Inspektion

3D-Vision-System mit neuartiger Lasertechnik

19. Mai 2021, 16:06 Uhr   |  Andreas Knoll


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Intelligente Verarbeitung mit 3D-Punktwolkenbildern

Auf der In-Sight-Spreadsheet-Entwicklungsoberfläche lassen sich 3D-Anwendungen einrichten und ausführen - ohne Programmierung oder externe Verarbeitung.
© Cognex

Auf der In-Sight-Spreadsheet-Entwicklungsoberfläche lassen sich 3D-Anwendungen einrichten und ausführen - ohne Programmierung oder externe Verarbeitung.

Bei den meisten „traditionellen“ 3D-Vision-Systemen auf Laser-Basis nimmt der Laserkopf ein Bild auf, das zur Verarbeitung an einen PC gesendet wird. Die Abhängigkeit von der PC-Programmierung macht 3D-Inspektionen nur für sehr komplexe Anwendungen kosteneffektiv. Das In-Sight 3D-L4000 dagegen hat seine Verarbeitungsleistung direkt integriert. Dadurch können die Bildverarbeitungs-Tools echte 3D-Punktwolkeninspektionen durchführen, ohne dass ein externer Controller oder eine PC-basierte Drittanbieter-Software erforderlich wäre. Zudem ist dank der Onboard-Verarbeitung die Analyse der Bilder in kurzer Zeit möglich.

Die meisten existierenden Systeme verwandeln 3D-Daten in 2D-Bilder. Dabei wird die Höhe eines Punkts als Grauwert abgebildet. Zum Verständnis der Höheninformation dient also eine Falschfarbendarstellung des gerasterten 3D-Bildes im 2D-Bild. In einer solchen Darstellung ist es jedoch schwierig, die Nuancen des 3D-Teils zu sehen und zu verarbeiten. Eine gängige Methode ist, einen Ausschnitt aus dem gerasterten 2D-Bild in ein 1D-Höhenprofil umzuwandeln. Mit der im In-Sight 3D-L4000 genutzten Technik ist das Bild dagegen eine reine Punktwolke; was man sieht und auswertet, ist ein echtes 3D-Bild, keine Reduktion auf ein 1D-Höhenprofil.

Intuitive Bedienung ohne Programmierkenntnisse

Schweißnahtprüfung an Gummischläuchen mit dem In-Sight 3D-L4000
© Cognex

Bei der Schweißnahtprüfung an Gummischläuchen erkennt das In-Sight 3D-L4000 auch kleine Mängel und kann präzise Messungen vornehmen.

Die im In-Sight 3D-L4000 integrierte In-Sight-Spreadsheet-Entwicklungsoberfläche dient zum Einrichten und Ausführen von 3D-Anwendungen, ohne Programmierung oder externe Verarbeitung. Sie ermöglicht auch die Kombination von 2D- und 3D-Vision-Tools in derselben Anwendung, was schnellere Implementierungen ermöglichen soll, und rationalisiert die Werksintegration mit einem vollständigen E/A- und Kommunikations-Funktionsset.

Das 3D-Vision-System enthält alle traditionellen 3D-Messwerkzeuge, die allgemein von 3D-Vision-Systemen erwartet werden, beispielsweise zur Ebenen- und Höhenbestimmung. Darüber hinaus bietet es einen umfassenden Satz von 3D-Vision-Tools, etwa PatMax3D, Blob3D und 3D Geometry, die für Inspektionen in einem echten 3D-Raum entwickelt sind. Dies vereinfacht die Vermessung und Lokalisierung von Teilen oder Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche sowie von Spalten, Kanten und Winkeln - selbst bei Teilen mit komplexer Geometrie wie Kolben oder Scharnieren.

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