1. University Award

Erstmals wurde auf der embedded world der University Award verliehen. Prämiert wurden herausragende Studienarbeiten zum Thema Embedded-Technologien.

Die Jury setzte sich aus den folgenden Embedded-Koryphäen zusammen: Prof. Dr. Heinz Gerhäuser, Institutsleiter Fraunhofer-Institut Integrierte Schaltungen, Dr. Rainer Kallenbach, Mitglied Bereichsvorstand Autoelektronik, Robert Bosch GmbH, Günther Klasche, Chefredakteur Fachzeitschrift Elektronik, und Prof. Dr. Matthias Sturm, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig.

Ausgezeichnet wurden innovative Diplom-, Master- oder Bachelorarbeiten, die einzigartig und zukunftsorientiert sind und von einem einzelnen Studenten oder einem studentischen Team erstellt wurden. Die Preise wurden ebenfalls am Vorabend während der Eröffnungsfeier an folgende drei Gewinner verliehen:

1. Platz: Dipl. Inf. Dmitrij Kissler von der Universität Erlangen-Nürnberg

Entwurf eines generischen schwachprogrammierbaren Prozessorfelds
"Schwachprogrammierbare Prozessorfelder" stehen zwischen Multicore-Prozessoren (frei programmierbar) und ASICs (nicht programmierbar). Zwischen diesen beiden Polen bilden schwachprogrammierbare Prozessorfelder einen Kompromiss bezüglich Programmierbarkeit und Realisierung von Funktionen in Hardware. Zwar sind sie nicht ganz so flexibel wie frei programmierbare Prozessoren, aber da Rechenabläufe durch Prozessorfelder weitaus stärker parallelisiert werden können, liegt der Leistungszuwachs beim Faktor 100 bis 300 bei einem Zehntel bis einem Hundertstel der Chipfläche.

###Entwurf eines generischen schwachprogrammierbaren Prozessorfelds###


2. Platz:  Roland Mühlenbernd von der Universität Paderborn


FPGA-Implementierung eines server-basierten Schedulers für periodische Hardwaretasks
Hinter diesem Titel verbirgt sich ein "in Hardware gegossenes Betriebssystem" für FPGAs. Während ein Software-Betriebssystem die Rechenzeit eines Prozessors verteilt, teilt das hier entworfene Hardware-Betriebssystem neben der Rechenzeit auch einen Anteil an Chipfläche zu. Ein Taskwechsel bedeutet dann eine Rekonfiguration des programmierbaren Bausteins. Wenn bei der Taskplanung sichergestellt ist, dass eine Anwendung genügend Chipfläche und Rechenzeit erhält, ist damit gleichzeitig die Enhaltung von Echzeit-Anforderungen gewährleistet.

###FPGA-Implementierung eines server-basierten Schedulers für periodische Hardwaretasks###

3. Platz: Philipp Jahn und Thomas Polzer, von der Technischen Universität Wien

Graphical Microcontroller Programming (GMP)
Aufgrund der sehr beschränkten Test- und Debuggingmöglichkeiten von Mikrocontroller-Systemen ist die Programmierung dieser Systeme sehr schwierig. Der hier verfolgte Ansatz der grafischen Programmierung dient einerseits dazu, den Entwickler zu entlasten, andererseits die Portierung der Anwendung zu erleichtern. Der Entwickler kann rein grafisch programmieren, aber auch Quellcodeteile in die Anwendung einbinden. Eine "Mapping"-Funktionalität entkoppelt Anwendungsprogramm und Hardware, so dass die Anwendung in sehr kurzer Zeit auf eine andere Controller-Architektur angepasst werden kann.

###Graphical Microcontroller Programming (GMP)###


Die Preise des University Awards stiftete pls Programmierbare Logik & Systeme.