Würth Elektronik: »Der Produktionsstandort Deutschland ist immer noch Gold wert!«

Mit zweistelligen jährlichen Wachstumsraten entwickelte sich die Würth Elektronik in den letzten Jahren zu einem der größten europäischen Hersteller von Leiterplatten, passiven Bauelementen und Solarzellen.

Markt&Technik: Auch wenn Würth heute nicht mehr nur mit Schrauben assoziiert wird, welche Bedeutung hat das Elektronikgeschäft inzwischen für die Würth-Gruppe gewonnen?

Jürgen Klohe: Aus bescheidenen Anfängen hat sich in den letzten 36 Jahren ein Geschäftssegment entwickelt, das inzwischen mit 285 Mio. Euro knapp 4 Prozent zum Gesamtumsatz der Würth-Gruppe von 7,4 Mrd. Euro im Jahr 2006 beigesteuert hat. Mit jährlichen zweistelligen Umsatzzuwächsen gehört das Elektronikgeschäft dabei zu den am schnellsten wachsenden Unternehmensbereichen der Würth-Gruppe.

Welcher der verschiedenen Tätigkeitsbereiche der Würth Elektronik nimmt die größte Bedeutung ein und welcher zeichnete sich durch die höchsten Wachstumszuwächse aus?

Jörg Murawski: Mit 146 Mio. Euro ist das Leiterplattengeschäft nach wie vor das stärkste Umsatzsegement. Überrundet werden könnte es in den nächsten Jahren von unseren Aktivitäten im Bereich passiver Bauelemente. Die Würth Elektronik eiSos hat in den letzten Jahren die höchsten Steigerungsraten aufgewiesen und mit 130 Mio. Euro das Leiterplattengeschäft inzwischen fast eingeholt. Setzt sich dieser Trend fort, werden die passiven Bauelemente wohl in ein, zwei Jahren am Leiterplattengeschäft vorbeiziehen. Die höchsten Zuwachsraten konnte in den letzten zwei Jahren allerdings Würth Solar verzeichnen, wenn auch von einem vergleichsweise niedrigen Niveau aus.

Würth Elektronik hat sich in den letzten Jahren zu einem der größten europäischen Hersteller elektronischer Komponenten entwickelt. Im Bereich passiver Bauelemente liegen Sie europaweit auf Platz 3. Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft gesetzt?

Klohe: Mitte der 1990er Jahre, hatten wir uns einmal zum Ziel gesetzt, 2008 ein Umsatzvolumen von über 500 Mio. Euro zu erreichen. Wir gehen heute davon aus, dass es uns gelingt, diesem Ziel nahe zu kommen. Im Rahmen der konzernweiten mittleren Umsatzplanung, streben wir jetzt bis 2012 eine Steigerung des Würth-Elektronik-Umsatzes auf 750 Mio. Euro an. Dieses Ziel wollen wir vor allem durch Wachstum aus eigener Kraft erreichen. Eventuelle Übernahmen sind in dieser Planung noch nicht enthalten.

Das gesamte Interview lesen Sie in der Markt&Technik in der Ausgabe 9 vom 02.03.2007