Viele Optionen zum Treiben von LEDs und LED-Ketten Widerstände abbauen! ELKOs raus?

Die »klassische« Stromversorgung einer LED findet über einen simplen Vorwiderstand statt. Für mittlere Leistungen greift man auf Linearregler zu, während der Betrieb von Leistungs-LEDs fast immer einen Schaltregler bedingt.

Viele Optionen zum Treiben von LEDs und LED-Ketten

Die »klassische« Stromversorgung einer LED findet über einen simplen Vorwiderstand statt. Für mittlere Leistungen greift man auf Linearregler zu, während der Betrieb von Leistungs-LEDs fast immer einen Schaltregler bedingt.

Im Falle einer einfachen LED oder LED-Kette, die einen Betriebsstrom von z.B. 25 mA benötigt, reicht in aller Regel ein Vorwiderstand, der den Strom begrenzt und dessen Dimensionierung kaum einer Überlegung bedarf. Bei LED-Ketten und Strömen im Bereich ab 100 mA kann die Vorschaltung eines Widerstandes problematisch werden, weil dessen Wert in Anbetracht der Verlustleitung nicht zu hoch sein darf. Wählt man den Widerstandswert deshalb niedrig, steht das aber einem stabilen Betriebsstrom entgegen. Hier sind Linearregler das Mittel der Wahl, allerdings nur in einem eingeschränkten Betriebsstromfenster. Denn ab etwa 200 mA, und erst recht bei 350 mA für Leistungs-LEDs (High-Brightness-LEDs, HBLED), wird deren Verlustleistung bei einer Dropoutspannung von mehreren V mitunter unannehmbar groß.

Unsicherheitsfaktor Flussspannung

Und es gibt weitere Gründe, die beim Treiben von LEDs gegen den Einsatz von Linearreglern sprechen: »So schön und kostengünstig es wäre, Leistungs-LEDs mit einem Linearregler zu betreiben, so stehen dem leider die Fertigungstoleranzen entgegen« sagt Johannes Krückeberg, Applikationsmanager beim Spezialdistributor Retronic und Autor des Fachbuchs »Hochleistungs LEDs in der Praxis« (erschienen im Franzis’ Verlag).

Krückeberg schlussfolgert denn auch: »Linearregler für Hochleistungs-LEDs werden auf wenige Spezialfälle beschränkt bleiben, denn unabhängig von dem möglichen kleinen Spannungsabfall des Reglers müssen die Extremwerte der LEDs und der Spannungsquelle berücksichtigt werden. Oder es muss auf teure Flussspannungsselektionen zurückgegriffen werden.«