Werkzeug für einfache Steuergeräte-Kalibrierung

Für die optimale Parametrierung von Fahrzeugsteuergeräten erweitert Vector Informatik das Mess-, Kalibrier- und Diagnosewerkzeug CANape, das nun in der Version 7.0 vorliegt.

Zahlreiche Detailverbesserungen in der Version 7.0 unterstützen Fahrzeug- und Steuergeräte-Entwickler mit einer erweiterten Messdatenerfassung und umfangreichen Diagnosemöglichkeiten. Vom FIBEX-Explorer und der dynamischen Zuordnung der XCP-Bandbreite profitieren die Entwickler von FlexRay-Steuergeräten.

Mit dem Multirekorder-Konzept lassen sich nun parallel verschiedene Messungen konfigurieren und unabhängig voneinander starten und stoppen. Für eine flexible Konfiguration der Messung und zur Reduzierung des Messdatenaufkommens lassen sich neben den Start- auch die End-Trigger-Bedingungen festlegen.

Durch die Visualisierung der FIBEX-Daten im FIBEX-Explorer erhält der Entwickler schnell und komfortabel einen Überblick über die Kommunikationsbeziehungen, die Botschaftsaufteilung über die Slots und die Parameter des FlexRay-Netzwerks. Mit der dynamischen Bandbreitenverwaltung verteilt der XCP-Master CANape die reservierten XCP-Slots aus dem FlexRay-Schedule zwischen den beteiligten Steuergeräten. Die genaue Belegung der Slots erfolgt automatisch und dynamisch zur Laufzeit, abhängig von der konfigurierten Messung. Dadurch wird die für die XCP-Daten vorgesehene Bandbreite effizient genutzt. Bei bestimmten Anwendungen ist die Frequenz der Messsignal-Abtastung im Steuergerät höher als der FlexRay-Grundzyklus. In diesem Fall werden mit einer FlexRay-Botschaft die Signalwerte mehrerer Abtastungen übertragen, wobei die vom Steuergerät generierten Zeitstempel eine präzise Zuordnung der Messdaten ermöglichen.

Für die Entwicklung von Diagnosefunktionen im Steuergerät unterstützt CANape 7.0 auch OBD (On-board Diagnose). Damit erhält der Anwender Zugriff auf die Diagnosedaten des Antriebsstrangs und kann die Signale visualisieren, auswerten und z.B. in Skripten verwenden.

Abermals erweitert wurde die MATLAB/Simulink-Unterstützung. Der zur Navigation im Simulink-Modell und zur Auswahl von Variablen und Modellparametern dienende Model-Explorer unterstützt nun auch Stateflow-Modelle.