Wenn Wechsel, dann jetzt!

Im letzten Jahr drehte sich das Personalkarussell so schnell, dass so manchem Headhunter schwindlig wurde. Der hohen Auftragslage stand ein zu geringer Pool an guten und auch wechselwilligen Ingenieuren gegenüber – die Kopfjäger mussten sich richtig anstrengen für ihr Rekordergebnis. Gute Zeiten also für Jobwechsler.

Im letzten Jahr drehte sich das Personalkarussell so schnell, dass so manchem Headhunter schwindlig wurde. Der hohen Auftragslage stand ein zu geringer Pool an guten und auch wechselwilligen Ingenieuren gegenüber – die Kopfjäger mussten sich richtig anstrengen für ihr Rekordergebnis. Gute Zeiten also für Jobwechsler.


Anne Rouette und Jens Ohle von Access raten, Einstiegs- und Wechselpläne nicht in den Herbst zu verschleppen: »Im Vergleich zu 2007 kommen in diesem Jahr konjunkturelle Unsicherheiten auf uns zu.«

Für manchen Personalberater aus dem Bereich Elektronik war 2007 das beste Jahr in seiner Karriere, manche mussten sogar Aufträge ablehnen, weil die Auslastungsgrenze erreicht war.

Wann hat es das zuletzt gegeben? Seit dem Stellenboom zur Jahrtausendwende wechselten nicht mehr so viele Ingenieure die Firma wie im vergangenen Jahr. Offizielle Zahlen vom Fachverband BDU gibt es zwar erst im Mai, aber soviel kann Pressesprecher Klaus Reiners schon sagen: »Die Wachstumsraten werden – wie schon 2006 – zweistellig sein und über 20 Prozent liegen. Wir rechnen damit, dass 2007 das beste Jahr wird, das die Branche jemals erlebt hat!« Damit würde das vergangene Jahr sogar das Rekordjahr 2000 in den Schatten stellen, als die Beraterzunft 1,27 Milliarden Euro Umsatz machte. Zwischen den Pleite-Jahren 2001 und 2003 war das Geschäft in der Branche um 40 Prozent geschrumpft. Die Folge waren heftige Marktanteilskämpfe und Konkurse. Davon ist heute nicht mehr die Rede. Die Personalberatungsfirmen erhielten 2006 von ihren Klienten knapp 58.000 Suchaufträge (2005: 49.500). Dadurch stieg der Gesamtumsatz der Branche im Jahr 2006 im Vergleich zu 2005 um 19,4 Prozent und lag bei 1,15 Milliarden Euro (2005: 970 Millionen Euro).

Die Elektronikindustrie ist ein wichtiger Auftraggeber der Headhunter. Besonders Vertriebsspezialisten, Designingenieure, Hardund Software-Entwickler und Applikationsingenieure aus den Bereichen Analog, Digital, Mixed-Signal, EDA, Embedded, Photo-Karriere 2008 Wenn Wechsel, dann jetzt! Im letzten Jahr drehte sich das Personalkarussell so schnell, dass so manchem Headhunter schwindlig wurde. Der hohen Auftragslage stand ein zu geringer Pool an guten und auch wechselwilligen Ingenieuren gegenüber – die Kopfjäger mussten sich richtig anstrengen für ihr Rekordergebnis. Gute Zeiten also für Jobwechsler. voltaik und elektronische Antriebstechnik hatten und haben praktisch die freie Auswahl unter Top-Arbeitgebern. Das schraubte letztlich auch die Gehaltsspirale weiter nach oben: »Im Mittel 10 Prozent mehr sind drin«, berichtet Interconsult-Chef Graf Reischach stellvertretend für etliche seiner Branchenkollegen. Anne Rouette, Leiterin des Competence Center Engineering bei Acces, registriert im Schnitt sogar 10 bis 15 Prozent, »in Ausnahmefällen auch mehr.« Auch Vergütungsexperte Christian Näser von Kienbaum sieht gute Chancen auf 10 bis 20 Prozent mehr beim Stellenwechsel – auch in diesem Jahr noch.