Vom LCD zum System on Panel - »Continuous Grain«-Silizium ermöglicht neue Funktionen

Mit der »Continuous Grain«-Technologie ist es gelungen, neben den Ansteuer-ICs für die Bildpunkte weitere Schaltkreise für Zusatzfunktionen direkt auf dem Display-Glas zu integrieren.

Mit der »Continuous Grain«-Technologie ist es gelungen, neben den Ansteuer-ICs für die Bildpunkte weitere Schaltkreise für Zusatzfunktionen direkt auf dem Display-Glas zu integrieren. Dadurch entwickelt sich das ursprüngliche Anzeigeinstrument zum Lautsprecher, Scanner oder auch zum gläsernen Computer und bietet mit einer neuen Art der Touch-Eingabe noch nie da gewesene Eingabemöglichkeiten.

Silizium bildet mit einem Anteil von 27,5 Prozent nach dem Sauerstoff das zweithäufigste Element der Erdkruste. Allerdings kommt es in der Natur nicht in reiner Form vor, sondern muss erst aus Verbindungen wie Sand, Quarz, Quarzsand oder Bergkristall gewonnen werden. Je nachdem, wie das Silizium bei diesem Prozess auskristallisiert, unterscheidet man zwischen monokristallinem, polykristallinem und amorphem Silizium. Für Transistoren, integrierte Schaltkreise und ähnlich anspruchsvolle Halbleiterzwecke ist dieses Material unverzichtbar.

Amorphes Silizium (a-Si) kommt bei TFT-Displays zum Einsatz, es besteht aus kleinen, unregelmäßig geformten und zufällig verteilten Si-Partikeln. Polysilizium-Kristalle (p-Si) sind größer, regelmäßiger geformt und einheitlicher verteilt. Da Elektronen beim amorphen Silizium viele Korngrenzen, durchqueren müssen, ist ihre Beweglichkeit mit ca. 1 cm²/Vs relativ niedrig. Dagegen lässt p-Si Elektronenbewegungen mit rund 100 cm²/Vs zu, die Leitfähigkeit ist 100-mal höher. Dennoch ist bei beiden Systemen der elektrische Widerstand, den die Elektronen überwinden müssen, relativ groß. Die feinkörnige Struktur lässt eine Integration komplexerer Schaltkreise auf dem Glas nicht zu.

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