VLSI Research und Gartner: Equipment wächst schneller

Die IC-Hersteller haben offenbar Nachholbedarf beim Ausbau ihrer Kapazitäten und geben mehr Geld für neue Maschinen aus, als die Analysten noch Ende 2005 erwartet hatten.

Um 13,2 Prozent auf 57,8 Mrd. Dollar wird der Umsatz mit Maschinen für die Halbleiterfertigung laut der neusten Marktstudie von VLSI Research in diesem Jahr klettern. Damit hat VLSI die ursprüngliche Schätzung von plus 6 Prozent vom Januar 2006 mehr als verdoppelt. Die Erklärung: Die IC-Hersteller haben 2005 weniger investiert, als eigentlich nötig gewesen wäre.

Der Auftragseingang für Equipment stieg deshalb im dritten Quartal 2005 um 14, im vierten um 11 Prozent. Die vorläufigen Daten für 2006 deuten auf ein sequentielles Wachstum von 14 Prozent hin. Die Auslastung der Fabs lag im Februar 2006 bei 91,1 Prozent, VLSI geht von 95,4 Prozent für den März und von 94,5 Prozent für den April aus. Die Vorhersage für den weltweiten IC-Markt 2006 lässt VLSI unverändert bei einem Plus von 8,8 Prozent bzw. 209 Mrd. Dollar. Zu den Maschinen für die Halbleiterfertigung zählen die Marktforscher Geräte für die IC-, Lesekopf-, MEMS- und Display-Produktion. Auch der Service und der Support für diese Maschinen fließen in den Gesamtumsatz ein.

Auch Gartner hat seine ursprüngliche Prognose von 8,4 Prozent auf plus 14,3 Prozent angehoben. Die Analysten rechnen allerdings nur Maschinen für die IC-Fertigung ein und kommen damit auf einen Gesamtumsatz von 38,8 Mrd. Dollar. Der neue Zyklus werde seinen Gipfelpunkt mit 54,8 Mrd. Dollar voraussichtlich 2008 erreichen. Der Umsatz mit Wafer-Fab-Equipment steigt laut Gartner 2006 um 11,2 Prozent auf 28,9 Mrd. Dollar, der Umsatz für Packaging- und Assembly-Maschinen um 19,8 Prozent auf 5 Mrd. Dollar und Automated Test Equipment werde 2 Prozent (nach dem Absturz von minus 21 Prozent 2005) zulegen.