Vishay mit hohen Zielen: »IR-Sparte bald in der Gewinnzone«

»Es entspricht der Vishay-Strategie, dass Akquisitionen bereits im ersten Jahr zum Ergebnis positiv beitragen«, sagt Vishay-CEO Dr. Gerald Paul zur kürzlich bekannt gegebenen Übernahme der Power Control Systems Sparte von International Rectifier (IR).

In den nächsten zwölf Monaten sollte die Akquisition den Nettogewinn von derzeit Null auf etwa 40 Mio. Dollar steigern. Nach der Restrukturierung, für die Dr. Paul zwei bis drei Jahren veranschlagt, dürfte der Gewinn rund 50 Mio. Dollar erreichen.

323 Mio. Dollar will Vishay für den Teilbereich ausgeben, der diskrete Halbleiter wie planare Hochspannungs-MOSFETs, IGBTs, Schottky-Dioden, Gleichrichterdioden, Fast-Recovery-Dioden und Thyristoren sowie Leistungsmodule und Baugruppen für Anwendungen in Autos herstellt. Die Power-Control-Sparte erzielte laut letztem Geschäftsbericht einen Umsatz von rund 300 Millionen Dollar, 26 Prozent des Gesamtumsatzes von International Rectifier. Der Umsatz im zweiten Quartal 2006 lag bei 81 Mio. Dollar.

»Die Produkte von International Rectifier sind komplementär zu unseren Produktlinien. Zielmärkte und Kunden sind jedoch häufig dieselben«, sagt Dr. Gerald Paul. Vishay könne nun einerseits in diese Produktgruppe investieren, die einen guten Ruf im Markt habe, aber nicht mehr zum Kernfokus von International Rectifier gehört hatte, andererseits die Kosten über die vorhandenen Vertriebsstrukturen reduzieren. Deshalb und weil Vishay ja bereits einige Erfahrungen mit Übernahmen gesammelt habe, ist er optimistisch, die Laufrate von 40 Mio. Dollar Nettogewinn pro Jahr im vierten Quartal nach dem Zukauf erreichen zu können.