Vertriebsvertrag zwischen CAST und Cortus

Das IP-Unternehmen CAST hat mit Cortus einen Vertrag geschlossen, wonach CAST ab sofort auch die 32-Bit-RISC-Prozessor-IP-Cores von Cortus vertreibt.

Bislang hatte CAST nur 8-Bit-8051-MPU-Cores im Produktspektrum. Hal Barbour, President von CAST, betont, dass das Unternehmen mit seinen 32-Bit-MPU-Cores auf keinen Fall in direkte Konkurrenz zu Unternehmen wie ARM oder MIPS Technologies treten will. »Wir wollen die Nummer 1 im Bereich "Second Tier" werden, es geht uns nicht um die High-Volumen-, High-End-Anwendungen.« CAST visiere vielmehr den Markt mit embedded Systemen an und will hier seinen Kunden mit den neuen 32-Bit-Cores die Möglichkeit bieten, ihre Systeme auf höherer Leistung zu trimmen.

Michael Chapman, President von Cortus, fügt hinzu: »Unsere neuen 32-Bit-Prozessoren sind mit die schnellsten, kleinsten und energieeffizientesten Cores, die derzeit verfügbar sind.«

Derzeit gibt es von Cortus zwei Prozessorkerne, den APS2 und den APS3, die sowohl für ASIC- als auch für FPGA-Designs zur Verfügung stehen. Der APS2 zielt auf Anwendungen, die eine hohe Rechengeschwindigkeit benötigen. In einer 0,13-µm-Prozesstechnologie sind für die Implementierung rund 7000 ASIC-Gatter notwendig, der Prozessor kommt dann auf eine Rechenleistung von 0,6 DMIPS/MHz und verbraucht 18 µW/MHz. Der MPS3-Prozessor wiederum ist für Anwendungen geeignet, bei denen eine hohe Code-Dichte entscheidend ist. Deshalb unterstützt er 32-Bit-Operationen mit einem 16-Bit-Memory-Interface. Zur Implementierung sind 9500 Gatter notwendig, die Rechenleistung ist mit 0,54 DMIPS/MHz spezifiziert, und der Energieverbrauch beträgt 23 µW/MHz.