Unternehmen investieren in Smart Grids

In den USA hat eine Gruppe von Stromversorgern und Forschungsinstituten dem Department of Energy einen Plan für den Aufbau eines intelligenten Stromverteilnetzes (Smart Grid) im Nordwesten der USA vorgelegt.

Der Plan unter Federführung des Batelle Memorial Instituts erstreckt sich über fünf Jahre und umfasst ein Investitionsvolumen von 178 Mio. Dollar. An dem Demonstrationsprojekt nehmen außerdem 3TIER, Areva USA, Drummond Group, IBM, Netezza and QualityLogic teil. Insgesamt sollen mehr al 60.000 Teilnehmer in den Staaten Idaho, Montana, Oregon, Washington und Wyoming mit intelligenten Fernablesegeräten (Smart Meters) ausgestattet werden. Die Gruppe will über zwei Jahre Daten zur Energienutzung in 15 verschiedenen Regionen mit unterschiedlicher Bevölkerungsdichte und Wetterverhältnissen sammeln, darunter Fox Island im Puget Sound, in den Teton Mountains im Westen von Wyoming sowie der Universität von Washington und der Washington State University.

Die Unternehmen wollen neue Technologien ausprobieren und untersuchen, ob die Verbraucher die Möglichkeiten annehmen, ihren Energieverbrauch besser zu überwachen und damit Energie und Kosten zu sparen. »Das Projekt wird die Kosten eines Smart Grids und die Vorteile für die Verbraucher, die Energieversorger und die Regulatoren ermitteln und Geschäftsmodelle für das künftige Smart Grid erproben«, sagt Mike Davis, Vice President des Batelle-Instituts. Bereits 2006 hat das vom Department of Energy finanzierte Pacific Northwest GridWise Demonstration Project auf der Halbinsel Olympic ergeben, dass die Verbraucher 10 Prozent ihrer Kosten einsparen würden.

Erst kürzlich hatte Duke Energy  beim Department of Energy um 200 Mio. Dollar nachgefragt, um den Plan für den Aufbau eines Smart Grids von sechs auf vier Jahre zu verkürzen. Das Unternehmen will 1,5 Mio. Verbraucher in Ohio, Indiana und Kentucky mit Smart Meters ausstatten. Außerdem plant Duke, weitere 14 Mio. Dollar in ein Pilotprojekt für Energiemanagement-Systeme in den Haushalten und den Anschluss von Hybrid-Autos zu stecken.