Umsatz- und Imageverluste durch Fälschungen

Was nach einem Steckverbinder von Harting, Phoenix-Contact oder Weidmüller aussieht, muss noch lange keiner sein! Vor allem die Hersteller von Industriesteckverbindern, die sich in Deutschland einen guten Namen gemacht haben, kämpfen mit Fälschungen aus Asien.

»Wie viele Wettbewerber und wie viele Nachbauten wir in China haben, das kann ich Ihnen gar nicht genau sagen«, berichtet Helmut Friedrich, Geschäftsbereichsleiter der Business Unit Geräteanschlusstechnik von Phoenix Contact. Er beobachtet, dass immer wieder richtige Kopier-Wellen auftreten, beispielsweise vor einer Electronica.

Für den Kunden kann es im Einzelfall schwer sein, ein Plagiat von dem Original zu unterscheiden. Das ist ärgerlich. Noch ärgerlicher ist dies jedoch für die Hersteller: Die Produkte kommen zu einem Preis auf den Markt, den sie so nie gemacht haben - einmal ganz abgesehen von einem etwaigen Imageschaden.

Rüdiger Prill, Geschäftsführer von Harting Deutschland, gibt zu bedenken: »Im schlimmsten Falle, beispielsweise bei einem Personenschaden, sind wir auch noch verpflichtet, nachzuweisen, dass der fehlerhafte Steckverbinder nicht von uns ist.«

Die Branche kämpft aber nicht nur mit Fälschungen, sondern auch mit herkömmlichen Nachahmern, die zwar die Technologie kopieren, aber ihre Produkte unter eigenem Brand vermarkten. Bernd Weidenhammer, Geschäftsführer von Assmann wsw components, sieht darin das größere Problem. »Wir haben vor allem damit zu kämpfen, dass IP verloren geht.«

Weitere Informationen rund um das Thema »Plagiate« finden Sie in der »Markt&Technik«-Ausgabe 25 vom 23.6. ab Seite 16.