Über 100.000 Bonds ohne Bondtoolwechsel

<p>Das Drahtbonden mit aluminiumbeschichtetem Golddraht bietet beim Bonden beispielsweise von Sensoren im Automobilbau große Vorteile, weil sich die chemische Stabilität des Golddrahtbonds ausnutzen lässt, ohne das Bauteil auf Temperaturen von 150 °C aufheizen zu müssen.

Das Drahtbonden mit aluminiumbeschichtetem Golddraht bietet beim Bonden beispielsweise von Sensoren im Automobilbau große Vorteile, weil sich die chemische Stabilität des Golddrahtbonds ausnutzen lässt, ohne das Bauteil auf Temperaturen von 150 °C aufheizen zu müssen. Das Aufheizen von Bauteilen mit Plastikgehäusen erfordert nämlich mehrstufige Heizsysteme, teilweise mit kombinierten Gas-Aufblas-Heizungen, um den empfindlichen Kunststoff nicht zu überhitzen. Bislang schränkte die geringe Standzeit der Bondwedges die Vorteile des Bondens mit beschichteten Drähten stark ein, denn im Extremfall, besonders bei dünnen Drähten, waren die Bondwerkzeuge schon nach wenigen hundert Bonds auszutauschen.

Nach eingehenden Untersuchungen des Schwingungsverhaltens und der Bondbildungs-Mechanismen hat F&K Delvotec (Halle B5, Stand 281) in Zusammenarbeit mit Anwendern der Technologie jetzt erstmals über 100.000 Bonds ohne Wechsel des Bondtools hergestellt. Dies entspricht annähernd den Werten für konventionelles Wedgebonden von Aluminium- oder Golddraht, so dass das Verfahren für den Einsatz in der Industrie attraktiv wird.