Trennlinie bei der Safety-Integration aufgehoben

Der zu Recht hohe Stellenwert des Themas Safety hat in der Vergangenheit zu einer weitgehend isolierten Betrachtung der Sicherheitstechnik geführt. Mit den heute zur Verfügung stehenden Technologien lässt sich die existierende Trennlinie...

Der zu Recht hohe Stellenwert des Themas Safety hat in der Vergangenheit zu einer weitgehend isolierten Betrachtung der Sicherheitstechnik geführt. Mit den heute zur Verfügung stehenden Technologien lässt sich die existierende Trennlinie hin zur Standardautomatisierung aufheben und es entstehen integrierte Lösungen, die neben der Verhütung von Unfällen zusätzliche Wertschöpfung versprechen.

Das größte Risiko für den Bediener einer Maschine oder Anlage, einen körperlichen Schaden zu erleiden, besteht erfahrungsgemäß nicht während des eigentlichen Produktionsprozesses: Die meisten Unfälle ereignen sich während des Einrichtens sowie bei der Beseitigung von Fehlern oder Störfällen. Um solche Unfälle zu vermeiden und dem Bedienpersonal den sicheren Zugang zur Maschine zu ermöglichen, sind im Falle von plötzlich auftretenden Fehlfunktionen alle beweglichen Teile unverzüglich in den sicheren Betrieb zu versetzen. Um hier den entsprechenden Normen Rechnung zu tragen, sind die Hersteller gefordert, entsprechende Sicherheitslösungen in ihre Maschinen und Anlagen zu integrieren. Demgegenüber steht heute mehr denn je die Forderung nach immer effizienteren Automatisierungskonzepten. Ergo drängt sich die Frage auf, wie sich der scheinbare Widerspruch zwischen Sicherheitstechnik und dem damit verbundenen Mehraufwand auf der einen Seite und der Forderung nach Wirtschaftlichkeit auf der anderen Seite lösen lässt?

Die Antwort hierauf kann lauten: Reduktion der Komplexität und Integration der Sicherheitstechnik in die Standard-Automatisierung. Voraussetzung dafür sind Automatisierungs-Komponenten, die sich skalierbar mit entsprechenden Sicherheitsfunktionen ausstatten lassen. Diese Funktionen werden dabei unter Nutzung der bereits zur Verfügung stehenden Infrastruktur und Ressourcen in die Standard-Automatisierungstechnik eingegliedert. So entsteht ein durchgängiges Sicherheitskonzept, das sich gleichermaßen für zentrale, dezentrale und hybride Automatisierungsstrukturen eignet.