TI:Neuer Analog-Prozess

Ein neuer Analog-Prozess macht´s möglich: Texas Instruments hat mit dem OPA211 einen Operationsverstärker entwickelt, der einen Eingangsspannungsbereich von 36 V akzeptiert, einen Rail-to-Rail-Output liefert und seine Vorgänger gleich in mehreren Bereichen bei weitem übertrifft.

In einem DFN-8-Gehäuse (3 x 3 mm) untergebracht nimmt er um 70 Prozent weniger Platz ein, das Rauschen gibt TI mit 1,1 nV/Hz bei 1 kHz an, der Ruhestrom liegt bei 3,6 mA, die Offset-Spannung bei 100 µV und auch der Preis kann sich sehen lassen: 3,45 Dollar bei einer Abnahmemenge von 1000 Stück. Der neue 36-V-JFET erreicht eine Offset-Spannung von 250 µV, einen Rauschwert von 4,5 nV/Hz (1 kHz), 4,5 mA Ruhestrom und sitzt in einem MSOP-8 und SO-8-Gehäuse. Sein Preis liegt bei 5,75 Dollar. TI fertigt die Operationsverstärker im neuen BiCom3HV-Prozess, mit dessen Hilfe sich 40-V-Transistoren auf Basis von Silizium-Germanium fertigen lassen (Transitfrequenz 3 GHz). Weil es sich um einen SOI-Prozess handelt, konnte die Transistorgröße deutlich reduziert werden, die Leistungsaufnahme sinkt gegenüber den Vorgängern um 30 bis 50 Prozent. »Der neue Prozess ist ein Durchbruch für die Fertigung von analogen Bauelemente, die auf den Einsatz in der Industrieelektronik abzielen, sagt Gregg Low, Senior Vice President Analog von Texas Instruments. Den Prozess haben TI-Ingenieure in Freising entwickelt und die beiden neuen Verstärker – in Mustern ab sofort erhältlich – sind nur die ersten von neuen Familien, die TI über die nächsten Monate durch weitere Mitglieder ergänzen wird. Das Design der neuen Verstärker haben Ingenieure aus der Burr-Brown-Abteilung von TI übernommen. »Das dort vorhandene Entwurfs-Know-how und der neue Prozess bilden eine Kombination, die die Leistungsfähigkeit von Analogkomponenten für industrielle Anwendungen auf ein neues Niveau hebt«, sagt Gregg Lowe. Damit hat TI einen wesentlichen Teil der Signalkette ergänzt. Gene A. Frantz, TI Principal Fellow, legt besonderen Wert darauf, dass TI in der Lage ist, sowohl den analogen als auch den digitalen Teil der Signalkette liefern zu können.