Tensilica: Einstieg in den Markt mit Standard-Prozessor-IP

Sechs Standard-Prozessor-Cores auf einen Schlag: Mit den Hard-Makros der neuen Diamond-Familie visiert Tensilica jetzt denselben Markt an, in dem Prozessor-IP-Anbieter wie ARM und MIPS stark sind.

»Wir sehen die neuen Standard-Prozessor-Cores als Türöffner für unsere konfigurierbaren Prozessor-IPs an, mit denen wir groß geworden sind«, sagt Steve Roddy, Vice President Marketing von Tensilica. Der Einstieg in den neuen Marktsektor läute also keinen grundsätzlichen Strategiewechsel ein.

Allerdings sah sich Tensilica durchaus mit einem Problem konfrontiert: Die potenziellen Kunden haben das Unternehmen bisher nicht als Anbieter von IPs für Controller-Funktionen wahrgenommen. »Wir haben uns mit über 80 Lizenznehmern weltweit zu einer stabilen Größe im IP-Markt entwickelt, waren allerdings viel zu wenig sichtbar«, erklärt Roddy. Denn bisher galt die Technik von Tensilica zwar als interessant für die Implementierung von rechenstarken Prozessoren auf einem SoC – nicht jedoch für die Implementierung der Steuerfunktionen. Das wiederum hat zur Folge, dass der Systemhersteller die Tensilica-Prozessoren gar nicht sieht, denn er programmiert nur den Controller auf dem SoC.

»Mit den Standard-Prozessor-IPs bieten wir jetzt die Möglichkeit, unseren Hard-Core als Controller einfach in das System einzubinden«, so Roddy.
Was noch viel wichtiger sei: Wer die Diamond-Cores von Tensilica als Controller-IP in seinem SoC-Design einsetzt, der wird laut Roddy auch mit hoher Wahrscheinlichkeit die bekannten IPs von Tensilica verwenden – dann in ihrer konfigurierbaren Form. Der Vorteil: eine Entwicklungsumgebung und ein Betriebssystem.

Ein ausführlicher Beitrag zum Thema erscheint in der Ausgabe 9 der »Markt&Technik« vom 3.3.2006 auf Seite 1.