Supercomputer mit Zockerherz

Der ursprünglich für die Spielekonsole »Playstation 3« konzipierte »Cell«-Chip soll seine enorme Rechenleistung auch anderen Geräteklassen zur Verfügung stellen.

Das US Department of Energy und die zugehörige National Nuclear Security Administration haben IBM ausgewählt für den Bau des ersten Cell-basierten Supercomputers. Entworfen für den Einsatz in einem breiten Spektrum wissenschaftlicher und kommerzieller Anwendungen, wird das neue Supercomputerdesign über 16.000 AMD-Opteron-Prozessor-Cores und über 16.000-Cell-Prozessoren nutzen. Eine Peak-Leistung von über 1,6 Petaflops wird erwartet, das entspricht bis zu 1600 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde.

Die Maschine wird praktisch komplett aus kommerziell verfügbarer Hardware zusammengebaut und mit Linux laufen. Das System wird modernste Kühl- und Stromverbrauchsmanagementtechnologien einsetzen und rund 1100 qm Fläche einnehmen, das ist die Größe von etwa drei Basketball-Feldern.