Süddeutsche erfinden am meisten

Nach der jüngsten Statistik des Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) kamen 2008 aus Baden-Württemberg und Bayern pro Einwohner die meisten Patentanmeldungen.

Mit 15.081 Anmeldungen (140 pro 100.000 Einwohner) führte Bayern-Württemberg die Statistik an, gefolgt von Bayern mit 13.528 Anmeldungen (108 pro 100.000 Einwohner). Alle anderen Bundesländer lagen mit 11 bis 62 Anmeldungen pro 100.000 Einwohner deutlich dahinter.

Die Deutschen erfanden 2008 außerdem mehr als noch im Vorjahr: Beim DPMA gingen 62.417 Anmeldungen ein, 2007 waren es 60.992 gewesen. Der Bestand an Patenten wuchs sogar von 510.199 auf 522.040. In dieser Zahl sind auch alle Patente enthalten, die das Europäische Patentamt mit Wirkung für Deutschland erteilt hat.

Aktivste Anmelder sind die Robert Bosch GmbH (2645 Anmeldungen), die Siemens AG (1741) und die Daimler AG (1279). Die Nummer 4 und 5 sind die ausländischen Anmelder GM Global Technology Operations Inc. (994 Anmeldungen, USA) und Denso Corp. (JP, 632 Anmeldungen).

Fahrzeug- und der Maschinenbau am innovativsten

Die innovativsten Branchen sind unverändert der Fahrzeug- und der Maschinenbau: Nach der Internationalen Patentklassifikation (IPC) waren 5709 Erfindungen der Klasse B60 (Fahrzeugbau) zuzuordnen. Dahinter folgt als Nummer 2 (seit fünf Jahren unverändert) die Klasse F16 (Maschinenelemente oder -einheiten) mit 5103 Anmeldungen.

Die IPC-Klasse H01 (Grundlegende elektrische Bauteile) liegt erstmals mit 4032 Anmeldungen an dritter Stelle und verdrängte die Klasse G01 (Messen und Prüfen) auf den vierten Platz. An fünfter Stelle blieb die IPC-Klasse A61 (Medizin oder Tiermedizin, Hygiene).

2008 gingen beim DPMA außerdem 73.903 Markenanmeldungen ein. Dieses Aufkommen war gegenüber 2007 (76.165) leicht rückläufig. Von den Anmeldungen entfielen 38.554 auf Waren und 35.349 auf Dienstleistungen. Der Dienstleistungsanteil stieg hiermit erneut an. 2002 betrug er noch 41,7 Prozent; 2008 erreichte er die neue Rekordmarke von 47,8 Prozent. Der Auslandsanteil erreichte 5,2 Prozent (Vorjahr 4,4 Prozent). Seit 2002 (6,3 Prozent) war er fast jedes Jahr rückläufig gewesen.